Seoul – Eine längere Verordnung von oralen Steroiden kann auch bei jüngeren Erwachsenen mit atopischer Dermatitis zu dauerhaften Schäden führen. Dies zeigen die Ergebnisse einer Fall-Kontroll-Studie in JAMA Network Open (2024; DOI: 10.1001/jamanetworkopen.2024.23563).
In einem Kooperationsprojekt zwischen der Veterinärmedizinischen Fakultät und dem Interdisziplinären Zentrum für Bioinformatik der Universität Leipzig wurden zum ersten Mal Veränderungen der Genexpression in Talgdrüsen räumlich erfasst. Die Studie dokumentiert mit hoher Auflösung Veränderungen der Genexpression im Laufe der Talgsynthese und identifiziert neue Kandidaten für die Modulation der Talgproduktion. Die Ergebnisse wurden im renommierten Journal of Biological Chemistry vorgestellt.
Ein Team um Prof. Dr. Ralf Ludwig, Direktor des Instituts für Experimentelle Dermatologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck, und der Universität zu Lübeck, hat wichtige Erkenntnisse zur Therapie des bullösen Pemphigoids, einer seltenen blasenbildenden Hauterkrankung, gewonnen. Die Forschenden zeigten, dass auf der Haut angewendete Kortisonpräparate im Vergleich zu Kortisontabletten mit einem weniger hohen Risiko für schwere Herzerkrankungen und früheres Versterben bei den Patientinnen und Patienten verbunden sein können. Die Studie wurde durch die Kooperation des UKSH mit der globalen Medizindatenbank TriNetX ermöglicht, die Krankheitsdaten von über 150 Millionen Patientinnen und Patienten enthält.
Erst vor einem Jahrzehnt wurde die Ferroptose, eine Eisen-abhängige Form des programmierten Zelltods, entdeckt. Jetzt wollen Forscher aus Deutschland, Österreich und den USA diesen zelleigenen Mechanismus nutzen, um die Absiedelung von Tumorzellen aus dem Primärtumor zu unterbinden. Experimentelle Daten sind vielversprechend.
Der Alzheimer-Antikörper Lecanemab wird in Deutschland voraussichtlich nicht zugelassen. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur EMA (European Medicines Agency) hat sich gegen eine Zulassung in der Europäischen Union ausgesprochen. Zur Begründung hieß es, dass die Nebenwirkungen größer seien, als der gesundheitliche Nutzen.
Seit Anfang Juli 2024 ist die 5. Version der S1-Leitlinie »Nichteitrige ZNS-Infektionen von Gehirn und Rückenmark im Kindes- und Jugendalter« verfügbar.
Ab sofort können interessierte Familien im Rahmen einer bundesweiten Studie an dem vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf entwickelten App-Trainingsprogramm Res@t teilnehmen. Das Therapiekonzept übertragt evidenzbasierte Behandlungsoptionen in eine App-Anwendung für Kinder, Jugendliche und deren Eltern.
Unter der Vielzahl von Symptomen bei der Multiplen Sklerose (MS), der in Deutschland häufigsten chronisch-entzündlichen Erkrankung des ZNS, ist schon das Spektrum von Sehbeschwerden breit. MS-Betroffene berichten so zum Beispiel Verschwommensehen, Doppelbilder oder Bildbewegungen. Dies in eine „Arbeitshypothese“ zu transferieren kann schwierig sein, und die Beschwerden können einer objektivierten Erfassung in der klinischen Routine aus verschiedenen Gründen nur schwer zugänglich sein.
Aktuell wurde die überarbeitete S1-Leitlinie „Creutzfeldt-Jakob-Krankheit“ unter Federführung von Prof. Dr. Inga Zerr, Göttingen, erarbeitet. Neben der Deutschen Gesellschaft für Neurologie waren auch die Deutsche Gesellschaft für Humangenetik (GfH), die Österreichische Gesellschaft für Neurologie (ÖGN) und die Schweizerische Neurologische Gesellschaft (SNG) an der Erstellung dieser Leitlinie beteiligt. Ein Großteil der Empfehlungen umfasst die Diagnostik – denn die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit hat eine infauste Prognose, kausale Therapien stehen nicht zur Verfügung. Aktuell gibt es erste klinische Daten zu einem humanisierten monoklonalen Anti-PrPc-Antikörper, die womöglich eine Trendwende einleiten könnten.
Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine tödlich verlaufende neurodegenerative Erkrankung. Ein interdisziplinäres Team von Forschenden des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und der Technischen Universität München (TUM) integrierte zusammen mit weiteren EU-Partnern komplexe Multi-Omics-Daten und konnte damit die molekularen Veränderungen in vier verschiedenen Labormodellen und menschlichen Gewebeproben untersuchen. Ziel war es, frühe Veränderungen im präfrontalen Kortex zu identifizieren. Ihre aktuellen Erkenntnisse haben sie jetzt im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht.
Seoul – Eine längere Verordnung von oralen Steroiden kann auch bei jüngeren Erwachsenen mit atopischer Dermatitis zu dauerhaften Schäden führen. Dies zeigen die Ergebnisse einer Fall-Kontroll-Studie in JAMA Network Open (2024; DOI: 10.1001/jamanetworkopen.2024.23563).
In einem Kooperationsprojekt zwischen der Veterinärmedizinischen Fakultät und dem Interdisziplinären Zentrum für Bioinformatik der Universität Leipzig wurden zum ersten Mal Veränderungen der Genexpression in Talgdrüsen räumlich erfasst. Die Studie dokumentiert mit hoher Auflösung Veränderungen der Genexpression im Laufe der Talgsynthese und identifiziert neue Kandidaten für die Modulation der Talgproduktion. Die Ergebnisse wurden im renommierten Journal of Biological Chemistry vorgestellt.
Ein Team um Prof. Dr. Ralf Ludwig, Direktor des Instituts für Experimentelle Dermatologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck, und der Universität zu Lübeck, hat wichtige Erkenntnisse zur Therapie des bullösen Pemphigoids, einer seltenen blasenbildenden Hauterkrankung, gewonnen. Die Forschenden zeigten, dass auf der Haut angewendete Kortisonpräparate im Vergleich zu Kortisontabletten mit einem weniger hohen Risiko für schwere Herzerkrankungen und früheres Versterben bei den Patientinnen und Patienten verbunden sein können. Die Studie wurde durch die Kooperation des UKSH mit der globalen Medizindatenbank TriNetX ermöglicht, die Krankheitsdaten von über 150 Millionen Patientinnen und Patienten enthält.
Erst vor einem Jahrzehnt wurde die Ferroptose, eine Eisen-abhängige Form des programmierten Zelltods, entdeckt. Jetzt wollen Forscher aus Deutschland, Österreich und den USA diesen zelleigenen Mechanismus nutzen, um die Absiedelung von Tumorzellen aus dem Primärtumor zu unterbinden. Experimentelle Daten sind vielversprechend.
Der Alzheimer-Antikörper Lecanemab wird in Deutschland voraussichtlich nicht zugelassen. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur EMA (European Medicines Agency) hat sich gegen eine Zulassung in der Europäischen Union ausgesprochen. Zur Begründung hieß es, dass die Nebenwirkungen größer seien, als der gesundheitliche Nutzen.
Seit Anfang Juli 2024 ist die 5. Version der S1-Leitlinie »Nichteitrige ZNS-Infektionen von Gehirn und Rückenmark im Kindes- und Jugendalter« verfügbar.
Ab sofort können interessierte Familien im Rahmen einer bundesweiten Studie an dem vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf entwickelten App-Trainingsprogramm Res@t teilnehmen. Das Therapiekonzept übertragt evidenzbasierte Behandlungsoptionen in eine App-Anwendung für Kinder, Jugendliche und deren Eltern.
Unter der Vielzahl von Symptomen bei der Multiplen Sklerose (MS), der in Deutschland häufigsten chronisch-entzündlichen Erkrankung des ZNS, ist schon das Spektrum von Sehbeschwerden breit. MS-Betroffene berichten so zum Beispiel Verschwommensehen, Doppelbilder oder Bildbewegungen. Dies in eine „Arbeitshypothese“ zu transferieren kann schwierig sein, und die Beschwerden können einer objektivierten Erfassung in der klinischen Routine aus verschiedenen Gründen nur schwer zugänglich sein.
Aktuell wurde die überarbeitete S1-Leitlinie „Creutzfeldt-Jakob-Krankheit“ unter Federführung von Prof. Dr. Inga Zerr, Göttingen, erarbeitet. Neben der Deutschen Gesellschaft für Neurologie waren auch die Deutsche Gesellschaft für Humangenetik (GfH), die Österreichische Gesellschaft für Neurologie (ÖGN) und die Schweizerische Neurologische Gesellschaft (SNG) an der Erstellung dieser Leitlinie beteiligt. Ein Großteil der Empfehlungen umfasst die Diagnostik – denn die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit hat eine infauste Prognose, kausale Therapien stehen nicht zur Verfügung. Aktuell gibt es erste klinische Daten zu einem humanisierten monoklonalen Anti-PrPc-Antikörper, die womöglich eine Trendwende einleiten könnten.
Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine tödlich verlaufende neurodegenerative Erkrankung. Ein interdisziplinäres Team von Forschenden des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und der Technischen Universität München (TUM) integrierte zusammen mit weiteren EU-Partnern komplexe Multi-Omics-Daten und konnte damit die molekularen Veränderungen in vier verschiedenen Labormodellen und menschlichen Gewebeproben untersuchen. Ziel war es, frühe Veränderungen im präfrontalen Kortex zu identifizieren. Ihre aktuellen Erkenntnisse haben sie jetzt im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht.
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