KurzGefasst: Gaming und Gehirn – Nicht nur die Spielzeit zählt
Eine Studie mit mehr als 3.800 Jugendlichen fand: Mehr Spielzeit ging teils mit besseren Testergebnissen einher, problematisches Spielverhalten dagegen mit niedrigeren. Das beweist keine Ursache-Wirkung. Wir sprechen über mögliche Genre-Unterschiede, Grenzen der Studie und Warnzeichen wie Probleme mit Schlaf, Schule oder Beziehungen.
KurzGefasst: MLC1-Antikörper – ein neues Zielantigen bei MS-ähnlichen Erkrankungen
Was jahrzehntelang als Multiple Sklerose galt, könnte bei manchen Betroffenen eine andere Autoimmunerkrankung sein. Eine aktuelle Studie identifiziert Antikörper gegen MLC1 als mögliches neues Zielantigen bei MS-ähnlichen Erkrankungen. In dieser Folge von „KurzGefasst“ geht es darum, wie die Befunde die Diagnostik präzisieren könnten, welche Bedeutung sie für die Therapie haben – und was noch erforscht werden muss.
KurzGefasst: Neurotizismus und Gehirn – die Amygdala-Hypothese widerlegt
Neurotizismus gilt als eng mit einer überaktiven Amygdala verbunden – doch stimmt das wirklich? Eine aktuelle Studie in Nature Communications nimmt diese zentrale Annahme der Emotionsforschung unter die Lupe. Präregistrierte fMRT-Analysen mit bis zu 424 Personen zeigen, wie belastbar der Zusammenhang bei negativen Szenen sowie ängstlichen oder wütenden Gesichtern tatsächlich ist – und warum auch ausbleibende Effekte wissenschaftlich relevant sind.
Polyneuropathie & Diabetes: Verlauf, Diagnostik & Therapie | Expertentalk
Bis zu 30 % der Menschen mit Diabetes entwickeln eine Polyneuropathie – doch viele Fälle bleiben unerkannt. Im Gespräch mit Fachredakteurin Birgit Schulze erklärt Dr. Gidon Bönhof, wie sich Nervenschäden frühzeitig und ohne großen apparativen Aufwand erkennen lassen. Im Fokus stehen Stimmgabel, Pin-Prick-Test und Achillessehnenreflex, neue Referenzwerte und die Frage, warum standardisierte Abläufe wichtiger sind als zusätzliche Geräte. Auch digitale Screening-Tools werden eingeordnet.
KurzGefasst: Revidierte McDonald-Kriterien 2024 – frühere MS-Diagnose mit konventionellen Methoden
Eine MS-Diagnose schon nach dem ersten demyelinisierenden Ereignis? Die 2024 revidierten McDonald-Kriterien machen das deutlich häufiger möglich: In einer Hannoveraner Kohorte stieg der Anteil der Diagnosen von 84 auf 93,5 Prozent – und das mit konventioneller Diagnostik. Welche Rolle Sehnerv und Liquoranalyse spielen, warum Hightech-MRT nicht zwingend nötig ist und wo die Grenzen liegen, erklärt „KurzGefasst“.
Paranoia bei isolierten Teammissionen – ein Blick in die Antarktis | Prof. Sebastian Walther im Expertentalk
Wie verändert extreme Isolation die Psyche? Auf der Concordia-Station in der Antarktis lebte eine zwölfköpfige Crew zehn Monate unter Bedingungen wie monatelanger Dunkelheit, eisigen Temperaturen und großer Entfernung zur Außenwelt. Prof. Dr. Sebastian Walther erklärt, warum Einsamkeit, Misstrauen und Konflikte zunehmen – und was sich daraus für U-Boot-, Militär- und Marsmissionen lernen lässt.
KurzGefasst: Der Schmerz des Bezahlens – buchstäblich messbar im Gehirn
Geld ausgeben kann tatsächlich wehtun – zumindest im Gehirn. Eine aktuelle Studie zeigt: Der sogenannte „Schmerz des Bezahlens“ aktiviert die anteriore Insula, eine Region der affektiven Schmerzverarbeitung, und beeinflusst unsere Kaufentscheidungen. Was passiert, wenn dieser Schmerz durch ein Placebo verändert wird? „KurzGefasst“ erklärt die neuronalen Mechanismen – und ihre möglichen klinischen Folgen.
Geburtshilfe in Deutschland: Geburtenregister, Patientensicherheit & neue AGG-Leitlinien | Expertentalk
Wie kann die Geburtshilfe in Deutschland zukunftsfähig werden? Im Expertentalk sprechen Prof. Dr. Tanja Groten und Hon.-Prof. Dr. habil. Holger Maul über ein nationales Geburtenregister, bessere Qualitätssicherung und die Verbindung perinataler und neonatologischer Daten. Außerdem geht es um Patientensicherheit, Selbstbestimmung im Kreißsaal, strukturelle Herausforderungen und die neue AGG-Leitlinie.
KurzGefasst: Wie wir Farben sehen Erstmals molekulare Struktur aller drei Farb-Opsine entschlüsselt
Wie sehen wir Farben auf molekularer Ebene? Eine aktuelle Studie der Charité Berlin entschlüsselt erstmals die Strukturen aller drei menschlichen Farbopsine für blaues, grünes und rotes Licht im aktiven Zustand. Die Ergebnisse zeigen, wie Retinal Licht in biochemische Signale übersetzt – und liefern neue Ansatzpunkte für das Verständnis von Farbschwäche, Netzhauterkrankungen und G-Protein-gekoppelten Rezeptoren.
KurzGefasst: Demenzprognose 2060 – Regionale Unterschiede erfordern gezielte Versorgungsplanung
Bis 2060 könnte die Zahl der Menschen mit Demenz in Deutschland von 1,4 auf 2,1 Millionen steigen – mit teils erheblichen regionalen Unterschieden. Diese Folge von „KurzGefasst“ beleuchtet eine aktuelle Studie zur Demenzprognose, erklärt die Bedeutung kleinräumiger Analysen für Prävention und Versorgung und zeigt, warum gezielte regionale Planung im Gesundheitswesen immer wichtiger wird.




