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Stress, Leistungsabfall und Hautentzündungen

Person mit Kapuzenpulli hebt kraftvoll die Arme vor Sonnenaufgang als Symbol fuer Resilienz bei Stress Leistungsabfall und Hautentzuendungen

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: DermaForum

Sport fördert erholsamen Schlaf und beschleunigt die Regeneration. Die Wechselwirkung von Aktivität, Nachtruhe und Stress kann Mechanismen in Gang setzen, die auch Entzündungsprozesse der Haut beeinflussen.

Regelmäßige Bewegung macht uns nicht nur fit – sie ist auch ein zentraler Schlüssel zu tiefem, erholsamem Schlaf. Wer gut schläft, regeneriert wiederum schneller und ist leistungsfähiger. Auf diese Symbiose macht die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) anlässlich ihres Aktionstags „Erholsamer Schlaf“ aufmerksam. Interessant dabei: Von diesem Mechanismus profitiert nicht nur die Muskulatur, sondern auch unser größtes Organ – die Haut.

„Schlaf ist nicht nur im Alltag wichtig, sondern auch im Leistungs- und Spitzensport“, betont PD Dr. Christian Veauthier, Charité Berlin und Interdisziplinäres Schlafmedizinisches Zentrum Lutherstadt Wittenberg. Besonders Ausdauersportarten wie Joggen, Radfahren oder Schwimmen fördern die Schlafqualität nachhaltig. Auch Kraft- und Intervalltraining (HIT) zeigen positive Effekte. Das Geheimnis liegt in der biologischen Anpassung des Körpers während der Nachtruhe: Das so wichtige Wachstumshormon wird primär im Tiefschlaf ausgeschüttet. Wer regelmäßig sportlich aktiv ist, kann laut Veauthier schneller einschlafen und wacht nachts seltener auf.

Um nicht mit aufgewühltem Kreislauf im Bett zu liegen, ist das Timing entscheidend. Bei Ausdauersportarten wie dem Joggen genügt in der Regel ein Abstand von etwa einer Stunde vor dem Zubettgehen. Und insbesondere bei intensiven Krafteinheiten raten Experten zu einer angepassten Timeline: Hier kann – je nach individueller Veranlagung – ein Puffer von bis zu fünf Stunden wertvoll sein, um Einschlafprobleme zu vermeiden.

Stress, Leistungsabfall und Hautentzündungen

Fehlt der erholsame Schlaf, hat das direkte Konsequenzen. Auf sportlicher Ebene sinken die Reaktionsfähigkeit und motorische Präzision, was Erschöpfung und Magen-Darm-Probleme begünstigt.

Doch auch aus dermatologischer Sicht ist Schlafentzug ein wichtiger Risikofaktor. Schlafmangel bedeutet Stress für den Körper, was zur vermehrten Ausschüttung von Cortisol führt und kann so systemische Entzündungsprozesse befeuern. Das kann erhebliche Auswirkungen haben auf chronisch-entzündliche Hauterkrankungen und quasi als Trigger einen Teufelskreis einleiten, der durch Stress befeuert wird. Der nächtliche Juckreiz raubt den Betroffenen den Schlaf, der resultierende Schlafmangel schwächt die Hautbarriere und triggert neue Entzündungsschübe. Gezielte, regelmäßige sportliche Aktivität kann hier als „Schlafförderer“ einen wertvollen Beitrag leisten, um diesen Kreislauf zu durchbrechen und die nächtliche Regeneration der Haut zu unterstützen.

Grenzen des Sports

Die DGSM betont, dass Sport allein kein Allheilmittel ist. Zwar kann körperliche Aktivität den Schlaf stabilisieren, doch komplexe Schlafstörungen – wie chronische Insomnien – erfordern stets eine fundierte schlafmedizinische Abklärung und Behandlung.

Weitere Informationen, Podcasts und Webinare zum Thema bietet die DGSM im Rahmen ihres Aktionstags am 21. Juni 2026 an: https://www.dgsm.de/gesellschaft/aktionstag/dgsm-aktionstag-erholsamer-schlaf-2026

(sma)

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin e.V. (DGSM). (2026, 9. Juni). Pressemitteilung | DGSM-Aktionstag „Erholsamer Schlaf“ – Sport und Schlaf – Bewegung, die wirkt: Warum Sport der beste Schlafmacher ist [Pressemitteilung].

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