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32-Monate Follow-up der DESTINY-Breast04: Anhaltende Wirksamkeit von T-DXd bei HER2-low-Mammakarzinom

32-Monate Follow-up der DESTINY-Breast04: Anhaltende Wirksamkeit von T-DXd bei HER2-low-Mammakarzinom

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Erschienen in: onkologie heute

Rund die Hälfte der Patientinnen, deren metastasierende Mammakarzinom-Erkrankung als HER2-negativ eingestuft wurde, weist tatsächlich niedrige HER2-Konzentrationen auf (HER2-low; IHC 1+ oder IHC 2+/ISH−) (Modi S et al. N Engl J Med 2022; 387: 9-20). Bisher standen für diese Betroffenen nach Fortschreiten der Erkrankung während der Primärtherapie nur begrenzte gezielte Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung (palliative Chemotherapie), da gegen HER2-gerichtete Therapien in der Regel unwirksam waren.

Mit den Ergebnissen der DESTINY-Breast04-Studie mit dem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Trastuzumab-Deruxtecan (T-DXd) änderte sich diese Situation grundlegend. Denn im Unterschied zu vielen anderen gegen HER2-gerichtete Therapieoptionen kann T-DXd auch Tumorzellen mit nur geringer HER2-Expression effektiv zerstören. T-DXd ist die erste zugelassene Behandlung für Patientinnen mit HER2-low-Mammakarzinom.

Die zulassungsrelevante Phase III-Studie DESTINY-Breast04 untersuchte 557 vorbehandelte Patientinnen mit ­HER2-low inoperablem und/oder metastasiertem Mammakarzinom, die entweder T-DXd 5,4 mg/kg Körpergewicht alle drei Wochen oder eine Chemotherapie nach ärztlicher Wahl erhielten. Die Teilnehmerinnen waren in der metastasierten Situation im Median bereits mit drei systemischen Vorbehandlungen therapiert worden. Zum Zeitpunkt des primären Datenschnitts (Januar 2022) betrug das mediane Gesamtüberleben (mOS) 23,4 Monate für T-DXd versus 16,8 Monate unter Chemotherapie (HR 0,64; p = 0,001).

Die auf dem ESMO vorgestellte Follow up-Analyse nach 32 Monaten (Datenschnitt März 2023) bestätigt mit einem mOS von 22,9 Monaten unter T-DXd im Vergleich zu 16,8 Monaten im Chemotherapiearm  (HR 0,69) diese Ergebnisse. Unerwünschte therapiebedingte Ereignisse (TEAE) Grad ≥ 3 traten bei T-DXd seltener auf (54,4 % vs. 67,4 %). Übelkeit aller Schweregrade sowie Erbrechen waren die häufigsten TEAE unter T-DXd, eine verringerte Neutrophilenzahl trat am häufigsten unter Chemotherapie auf. Es wurden keine neuen arzneimittelbedingten interstitiellen Lungenerkrankungen/Pneumonitis-Ereignisse bei längerer Anwendung von T-DXd beobachtet (primäre Analyse T-DXd: n = 45 [12,1 %]; TPC n = 1 [0,6 %]).

Das Fazit der Autor:innen: Die Ergebnisse der Analyse über einen medianen Zeitraum von 32 Monaten bestätigen die anhaltende klinisch bedeutsame Verbesserung für T-DXd im Vergleich zur Chemotherapie. Ähnlich wie in der primären Auswertung war das Nebenwirkungsprofil auch bei längerer Behandlungsdauer beherrschbar.

Dr. Katrina Recker

Quelle: Modi S et al. Trastuzumab deruxtecan (T-DXd) versus treatment of physician’s choice (TPC) in patients (pts) with HER2-low unresectable and/or metastatic breast cancer (mBC): Updated survival results of the randomized, phase III DESTINY-Breast04 study (376O) im Rahmen des ESMO-Kongresses am 21.10.2023.

Bilderquelle: © Ирина Батюк – stock.adobe.com

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