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Brustkrebsoperationen ambulant nur mit besserer Finanzierung

Zwei Chirurgen im Operationssaal bei einer Brustkrebsoperation unter dem OP-Scheinwerfer

Quelle: © santypan – stock.adobe.com

Brustkrebsoperationen ambulant nur mit besserer Finanzierung

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: ärztliches journal onkologie

Die senologischen Fachverbände haben ein gemeinsames Positionspapier zur Ambulantisierung der Brustkrebsoperation veröffentlicht.Der Hintergrund: Unter den aktuellen Rahmenbedingungen führt die ambulante Durchführung von Brustkrebsoperationen zu einer erheblichen Unterfinanzierung zentraler, für die Qualität unverzichtbarer Leistungen.

Die zertifizierten Brustzentren in Deutschland, die wissenschaftlichen Fachgesellschaften und die Vertreter von PatientInneninteressen unterstützen die politisch angestrebte Ambulantisierung ausgewählter Brustkrebsoperationen, sofern die Versorgungsqualität und die PatientInnensicherheit in einem entsprechenden ambulanten interdisziplinären Netzwerk gewährleistet bleiben. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen führt die ambulante Durchführung jedoch zu einer erheblichen Unterfinanzierung zentraler, für die Qualität unverzichtbarer Leistungen.

Brustkrebsoperationen sind Teil komplexer Therapieprozesse und erfordern eine intensive medizinische, pflegerische, physiotherapeutische und psychosoziale Betreuung. Wesentliche Elemente wie interdisziplinäre Tumorkonferenzen, Beratungen durch Breast Care Nurses, Physiotherapie mit Frühmobilisation, Psychoonkologie, Sozialdienst und studienbezogene Aufgaben werden im ambulanten Vergütungssystem nicht ausreichend abgebildet und sind hier bisher nicht vergleichbar zu zertifizierten Brustzentrumsstrukturen vorhanden. Eine fehlende Refinanzierung dieser Leistungen gefährdet die Strukturqualität und die bisherige Ergebnisqualität der zertifizierten Zentren und damit die Sicherheit und Lebensqualität der Patientinnen und Patienten.

Die zertifizierten Brustzentren fordern daher ein umfassendes Vergütungsmodell, welches alle qualitätsrelevanten Leistungen einschließt, sowie die Einbindung der Fachgesellschaften in die Weiterentwicklung der ambulanten Versorgung. Zudem müssen klare Indikationskriterien sicherstellen, dass vulnerable oder komplexe Patientinnen und Patienten weiterhin stationär behandelt werden können.

Eine Ambulantisierung der Brustkrebsoperationen kann nur dann sinnvoll umgesetzt werden, wenn sie nicht zu Lasten der Versorgungsgüte erfolgt. Politik und Entscheidungsträger sind aufgefordert, zeitnah tragfähige Rahmenbedingungen für eine qualitativ gesicherte ambulante Versorgung zu schaffen.

Zum Positionspapier

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Senologie

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