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Deutscher Krebskongress 2026: Onkologie der Zukunft

Luftaufnahme der Berliner Skyline mit Fernsehturm und Berliner Dom – Veranstaltungsort des Deutschen Krebskongresses 2026

Quelle: © Rico Oder – stock.adobe.com

Deutscher Krebskongress 2026: Onkologie der Zukunft

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Erschienen in: onkologie heute

Beim 37. Deutschen Krebskongress (DKK) in Berlin kamen 12.500 Teilnehmende aus Wissenschaft, Medizin, Pflege und Politik zusammen. Vier Tage lang diskutierten sie über personalisierte Therapien, den Einsatz künstlicher Intelligenz in Diagnostik und Therapie sowie interprofessionelle Zusammenarbeit – mit dem Ziel, die Krebsmedizin nachhaltig, zukunftsfähig und patientenzentriert weiterzuentwickeln.

Kongresspräsidentin Prof. Anke Reinacher-Schick, Direktorin der Klinik für Hämatologie und Onkologie mit Palliativmedizin am St. Josef-Hospital der Ruhr-Universität Bochum, zog auf der Abschlussveranstaltung eine positive Bilanz: „Das Kongressmotto ‚zusammen – gezielt – zukunftsfähig‘ hat die vergangenen Tage geprägt. Wir haben gezeigt, wie essenziell interprofessionelle Zusammenarbeit, die konsequente Nutzung innovativer diagnostischer und therapeutischer Möglichkeiten sowie die gezielte Förderung junger Talente in der Onkologie sind. Nur wenn wir all diese Aspekte zusammendenken, können wir die Krebsmedizin nachhaltig und patientenzentriert weiterentwickeln.“

Deshalb stand beim diesjährigen DKK insbesondere der fachübergreifende Austausch über aktuelle Entwicklungen der Krebsmedizin und -versorgung im Mittelpunkt. Diskutiert wurden unter anderem Fortschritte in der personalisierten und präzisionsmedizinischen Onkologie sowie der Einsatz von künstlicher Intelligenz in Diagnostik und Therapie. Auch gesundheitspolitische Themen spielten eine wichtige Rolle: Von der Krankenhausreform über Finanzierungsfragen bis hin zur sektorenübergreifenden Versorgung und der Stärkung der Krebsprävention wurden aktuelle Herausforderungen gemeinsam mit Vertreter*innen aus Politik und Selbstverwaltung diskutiert. Zentral war dabei der Appell, dass jeder Krebspatient in Deutschland in einem Comprehensive Cancer Center (CCC) oder einem von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Krebszentrum behandelt werden sollte. Nur innerhalb dieser Netzwerke sei eine qualitätsgesicherte, leitliniengerechte Therapie auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft und Krebsmedizin gewährleistet.

Um die Onkologie als attraktives und zukunftsfähiges Berufsfeld zu stärken, richtete sich ein erweitertes Programm gezielt an Studierende sowie junge Ärzt*innen und Wissenschaftler*innen. „Die Krebsmedizin wird sich in den kommenden Jahren weiter rasant entwickeln. Umso wichtiger ist es, der nächsten Generation auf Augenhöhe zu begegnen und sie in die Gestaltung der Onkologie der Zukunft mit einzubinden“, betonte Reinacher-Schick. Auch die Perspektiven von Krebsbetroffenen und Selbsthilfeorganisationen standen in diesem Jahr noch stärker als zuvor im Fokus des Kongresses. So waren in zahlreichen Sitzungen Patient*innenvertretende an den Diskussionen rund um die gemeinsame Entscheidungsfindung, Lebensqualität und Langzeitnachsorge beteiligt.

Der DKK ist der größte onkologischer Fachkongress im deutschsprachigen Raum und wird alle zwei Jahre von der Deutschen Krebsgesellschaft und der Stiftung Deutsche Krebshilfe ausgerichtet. Der nächste DKK findet vom 23. bis 26. Februar 2028 in Berlin statt.

Quelle: Pressemitteilung Deutscher Krebskongress

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