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Düsseldorfer Kinderärztin erhält Nachwuchspreis der Leopoldina

Vier Teammitglieder geben sich gemeinsam einen High-Five im Büro und feiern einen gemeinsamen Erfolg

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Düsseldorfer Kinderärztin erhält Nachwuchspreis der Leopoldina

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: onkologie heute

Prof. Dr. Laura Hinze von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf wurde von der Leopoldina mit dem Preis für junge Wissenschaftler*innen ausgezeichnet. Die Kinderärztin und Forscherin an der Klinik für Kinder-Onkologie am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) wird damit für ihre Arbeit zu Krebserkrankungen bei Kindern geehrt.

Vom Studium zur Professur – ein beeindruckender Werdegang

Prof. Dr. Laura Hinze wurde 1997 in Minden (Westfalen) geboren. Nach ihrem Abitur im Jahr 2013 begann sie ihr Studium der Humanmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), das sie 2020 abschloss. Bereits während des Studiums sammelte sie im Rahmen eines Forschungsaufenthalts in Harvard internationale Erfahrungen. Nur drei Jahre nach ihrem Abschluss erhielt sie die Venia Legendi. 2024 folgte der Ruf nach Düsseldorf, dem sie 2025 annahm. Seitdem hat sie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) eine W2-Professur für Translationale Pädiatrische Hämatologie und Onkologie.

Forschung an den Grenzen der Krebsmedizin

Hinze widmet sich in ihrer Forschung onkologischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Ihr wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung von Resistenzmechanismen mittels funktioneller genomischer Analysen – insbesondere bei der akuten lymphoblastischen Leukämie. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Krebszellen ihren Stoffwechsel und ihr Wachstum steuern, um sich an zelluläre Stressbedingungen anzupassen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Regulation lebenswichtiger Bausteine wie Aminosäuren – ein Schlüsselmechanismus, der über das Überleben oder Absterben von Tumorzellen entscheidet. Hinze gelang es, wichtige Signalwege in Leukämie- und Darmkrebszellen zu identifizieren, die es Tumorzellen ermöglichen, auch unter Stress weiter zu wachsen – ein Mechanismus, der zu Chemotherapieresistenz beitragen kann. Das bessere Verständnis dieser molekularen Grundlagen soll künftig zur Entwicklung neuer Therapieansätze beitragen.

Für diese Leistungen wird Prof. Hinze von der Leopoldina mit dem Preis für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geehrt – einer Auszeichnung für Forschende mit herausragenden wissenschaftlichen Leistungen, deren Promotion nicht mehr als fünf Jahre zurückliegt. „Der Preis ist für mich eine besondere Auszeichnung, über die ich mich sehr freue. Zugleich ist er Anerkennung meiner bisherigen Arbeit und Motivation, die Brücke zwischen Grundlagen- und klinischer Krebsforschung weiter zu stärken“, so Hinze.

Bereits in der Vergangenheit wurde sie unter anderem mit dem Fritz-Behrens-Wissenschaftspreis und dem Paul-Ehrlich-und-Ludwig-Darmstaedter-Nachwuchspreis ausgezeichnet. 2025 wählte Forbes sie zudem in die Top 30 unter 30 der DACH-Region.

Preisverleihung am 14. April in Halle (Saale)

Der Leopoldina-Nachwuchspreis wird im Rahmen des gemeinsamen Frühjahrsempfangs der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und des Leopoldina Akademie Freundeskreis e. V. am 14. April in Halle (Saale) überreicht – unter anderem in Anwesenheit von Bundespräsident a. D. Joachim Gauck. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 5.000 Euro dotiert. Die Leopoldina, 2008 zur Nationalen Akademie der Wissenschaften ernannt, vergibt den Preis für junge Wissenschaftler*innen seit 1993.

Quelle: Pressemitteilung der Heinrich Heine Universität Düsseldorf (hhu) vom 25.03.2026

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