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HbA1c-Werte und Brustkrebsprognose bei Nicht-Diabetikerinnen

Blutproben im Labor zur Analyse von HbA1c-Werten für Brustkrebsprognosen

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Erschienen in: onkologie heute

Eine dänische Studie mit 2.514 Brustkrebspatientinnen ohne Diabetes zeigt, dass erhöhte HbA1c-Werte mit einem signifikant höheren Risiko für neue Brustkrebserkrankungen und Fernmetastasen verbunden sind. Patientinnen im höchsten HbA1c-Quartil hatten ein 1,7-fach erhöhtes Risiko für Rezidive und ein 2,1-fach erhöhtes Risiko für Fernmetastasen im Vergleich zum niedrigsten Quartil. Die Gesamtmortalität wurde nicht beeinflusst. Diese Erkenntnisse legen nahe, dass HbA1c-Werte bei Brustkrebs als prognostischer Biomarker dienen könnten und eröffnen neue Perspektiven für die Risikobewertung und Nachsorge.

Erhöhte HbA1c-Werte als Risikofaktor identifiziert

Eine aktuelle dänische Studie liefert neue Erkenntnisse zur Bedeutung des HbA1c-Wertes bei Brustkrebspatientinnen ohne Diabetes. Die Forscherinnen und Forscher untersuchten 2.514 Frauen mit primärem invasivem Brustkrebs (Stadium I–III), die zwischen 2010 und 2020 am Aarhus Universitätskrankenhaus operiert wurden. Das mediane Alter der Teilnehmerinnen betrug 62 Jahre, der mediane BMI lag bei 24,7 kg/m².

Die Patientinnen wurden basierend auf ihren HbA1c-Werten in vier Quartile eingeteilt: Quartil 1 (HbA1c 21–33 mmol/mol), Quartil 2 (HbA1c 34–36 mmol/mol), Quartil 3 (HbA1c 37–38 mmol/mol) und Quartil 4 (HbA1c ≥ 39 mmol/mol). Diese Einteilung diente dazu, mögliche Zusammenhänge zwischen steigenden HbA1c-Werten und der Brustkrebsprognose zu analysieren.

Die Studie zeigt, dass erhöhte HbA1c-Werte mit einem signifikant höheren Risiko für neue Brustkrebserkrankungen verbunden sind. Patientinnen im höchsten HbA1c-Quartil wiesen ein um 69% erhöhtes Risiko für Rezidive oder kontralateralen Brustkrebs auf (HR = 1,69; 95%-KI = 1,13–2,54) im Vergleich zum niedrigsten Quartil.

Erhöhtes Metastasenrisiko, aber keine Auswirkung auf Gesamtmortalität

Besonders deutlich zeigte sich der Zusammenhang bei Fernmetastasen. Hier war das Risiko bei Patientinnen mit den höchsten HbA1c-Werten mehr als doppelt so hoch (HR = 2,09; 95%-KI = 1,23–3,56). Interessanterweise fand sich jedoch kein signifikanter Zusammenhang zwischen dem HbA1c-Wert und der Gesamtmortalität.

„Erhöhte HbA1c-Werte könnten ein unabhängiger Risikofaktor für neue Brustkrebserkrankungen sein, jedoch nicht für die Gesamtmortalität“, so das Fazit der Studie. Die Autorenschaft der Studie weist darauf hin, dass HbA1c als prognostischer Biomarker bei Brustkrebspatientinnen ohne Diabetes dienen könnte.

Die Studienergebnisse könnten die Risikobewertung und Nachsorge bei Brustkrebspatientinnen verbessern. Allerdings sind weitere Untersuchungen nötig, da die Studie auf eine einzelne Institution beschränkt war und nur eine einmalige HbA1c-Messung berücksichtigte. Zudem können potenzielle Selektionsverzerrungen und Einflussfaktoren wie Hyperinsulinämie und Entzündungen nicht ausgeschlossen werden.

Quelle: Holm, J.B., Bruun, J.M., Christiansen, P. et al. HbA1c levels and breast cancer prognosis in women without diabetes. BMC Cancer 25, 790 (2025). https://doi.org/10.1186/s12885-025-14121-z

Bilderquelle: © angellodeco_stock.adobe.com

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