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HER2-positiver PIK3CA-mutierter Brustkrebs: Mit Inavolisib den PIK3-Signalweg attackieren

HER2-positiver PIK3CA-mutierter Brustkrebs: Mit Inavolisib den PIK3-Signalweg attackieren

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Erschienen in: onkologie heute

Den Beginn einer neuen Ära in der Behandlung des metastasierten Brustkrebses markierte die FDA-Zulassung für Inavolisib für die Behandlung von fortgeschrittenem Hormonrezeptor(HR)-positivem, HER2-negativem Brustkrebs mit einer PIK3CA-Mutation. Während des ASCO 2024 wurde nun eine Phase-III-Studie vorgestellt, die den Wert einer Erhaltungstherapie mit Inavolisib bei HER2-positivem Brustkrebs ermitteln soll.

Molekulare Aberrationen im Phosphatidylinositol-3-Kinase-Signalweg (PI3K) stellen einen Schlüsselregulator vieler zellulärer Prozesse dar, der das Wachstum und Überleben von Tumorzellen fördert. Auch beim Brustkrebs werden sie häufig beobachtet mit der höchsten Prävalenz dieser Mutationen bei Hormonrezeptor-positiven / HER2-negativen Tumoren. Die FDA hat dem oralen Prüfpräparat Inavolisib in Kombination mit Palbociclib und Fulvestrant den Status eines Therapiedurchbruchs für die Behandlung von fortgeschrittenem HR-positivem, HER2-negativem Brustkrebs mit einer PIK3CA-Mutation erteilt [1]. Die Entscheidung basiert auf den Ergebnissen der Phase-III-Studie INAVO120, die zeigte, dass Inavolisib in Kombination mit Palbociclib und Fulvestrant das progressionsfreie Überleben mehr als verdoppelt. Aber auch bei HER2-positivem Brustkrebs wurde in etwa 20 bis 25 % aller Fälle eine PIK3CA-Mutation festgestellt. Hier gilt die Aktivierung des PI3K-Signalwegs, wie sie durch eine PIK3CA-Mutation festgestellt wird, als Schlüsseleffektor für die intrinsische Resistenz gegen HER2-spezifische Therapien wie Trastuzumab [2].

Inavolisib in der Erhaltungstherapie bei HER2-positiven Patientinnen

Die aktuelle Studie INAVO122 wird die Wirksamkeit und Sicherheit der Erhaltungstherapie mit Inavolisib plus einer Fixkombination aus Pertuzumab (P) + Trastuzumab (H) zur subkutanen Injektion (PH FDC SC) nach der Erstlinien-Induktionsbehandlung bei Patientinnen mit PIK3CA-mutiertem, HER2-positivem, fortgeschrittenem Brustkrebs untersuchen. In die multizentrische, randomisierte, internationale, doppelblinde, placebokontrollierte Studie werden Patientinnen aufgenommenen, die zunächst in der Erstlinientherapie eine Induktionstherapie aus PH + Taxan erhalten und diese Induktionsbehandlung abgeschlossen haben.

In der Erhaltungsphase werden die Patientinnen dann im Verhältnis 1:1 randomisiert und erhalten Inavolisib (9 mg oral einmal täglich; 21-tägige Zyklen) + PH FDC SC (alle 3 Wochen) oder Placebo + PH FDC SC. Die Studienbehandlung wird bis zum Fortschreiten der Erkrankung (PD), inakzeptabler Toxizität oder Tod fortgeführt. Eingeschlossene Patientinnen müssen HER2-positve, PIK3CA-mutierte Tumoren mit dokumentiertem HR-Status aufweisen, und es müssen 6 Monaten nach Abschluss der neoadjuvanten / adjuvanten HER2-gerichteten Behandlung vergangen sein. Der primäre Endpunkt ist das INV-bewertete progressionsfreie Überleben. Sekundäre Endpunkte sind das Gesamtüberleben, die INV-bewertete objektive Ansprechrate, Dauer des Ansprechens, die Rate des klinischen Nutzens und die Zeit bis zum zweiten Fortschreiten der Krankheit. Diese Studie rekrutiert derzeit und hat bereits 15 Patienten eingeschlossen.

Literatur:

  1. FDA grants Breakthrough Therapy Designation to Roche’s inavolisib for advanced hormone receptor-positive, HER2-negative breast cancer with a PIK3CA mutation. Roche. May 21, 2024. Zugang Mai 21, 2024
  2. Swain SM et al. SABCS 2022

Dr. Annette Junker

Quelle: Basho RK et al. INAVO122: A phase III study of maintenance inavolisib or placebo + pertuzumab + trastuzumab following induction with pertuzumab + trastuzumab + a taxane in patients (pts) with PIK3CA-mutated, HER2-positive advanced breast cancer (HER2+ aBC). ASCO Annual Meeting 2024; 2. Juni 2024; abstract #TPS1124

Bilderquelle: © Rasi – Adobe Stock

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