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HER2-positives Mammakarzinom: Was beeinflusst das Überleben bei Hirnmetastasen? 

Medizinische Illustration des weiblichen Brustbereichs mit hervorgehobenem Tumor in der Brustdrüse und Lymphsystem

HER2-positives Mammakarzinom: Was beeinflusst das Überleben bei Hirnmetastasen? 

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Erschienen in: onkologie heute

Patientinnen mit HER2-positivem, metastasiertem Mammakarzinom (HER2+ mBC) weisen ein erhöhtes Risiko auf, im Verlauf ihrer Erkrankung Hirnmetastasen (brain metastasis in breast cancer; BMBC) zu entwickeln. Diese Komplikation geht mit einer reduzierten Lebensqualität und einer ungünstigeren Prognose einher. Trotz der hohen Inzidenz von Hirnmetastasen zeigen Patientinnen mit HER2-positivem Subtyp im Vergleich zu anderen molekularen Formen des Mammakarzinoms die längste Überlebenszeit.  

In den letzten Jahren wurden neue systemische Therapien zugelassen, die die Progression einer bestehenden zerebralen Metastasierung verzögern können. Allerdings war bereits vor der breiten Einführung dieser Therapien ein signifikanter Überlebensvorteil bei HER2+ BMBC-Patientinnen im Vergleich zu anderen Subtypen zu beobachten; die Ursachen hierfür sind bislang nicht abschließend geklärt. 

In der vorliegenden retrospektiven Analyse wurden die demografischen Daten und klinische Verläufe von 114 Patientinnen mit HER2-positivem BMBC am Universitätsklinikum Würzburg systematisch untersucht, um das Überleben und mögliche Einflussfaktoren hierauf zu untersuchen. Die Überlebenszeitanalyse erfolgte mittels Log-Rank-Test und multivariablen Modellen.  

Die mediane Zeitspanne vom primären Diagnosezeitpunkt bis zur Entwicklung von Hirnmetastasen betrug 44,7 Monate (1.359 Tage). Das mediane Gesamtüberleben nach BMBC-Diagnose lag bei 16,6 Monaten (414 Tage). Faktoren mit signifikantem Einfluss auf das Überleben waren der Hormonrezeptorstatus, das Vorhandensein extrakranieller Metastasen (insbesondere hepatische Manifestationen) sowie bestimmte therapeutische Interventionen (alle p < 0,05). Patientinnen, die moderne systemische Anti-HER2-Therapien erhielten, wiesen ein signifikant verlängertes Überleben auf. Auch lokale Therapieverfahren, wie die stereotaktische Radiotherapie und chirurgische Resektion, zeigten einen positiven Überlebenseffekt. 

Fazit: Patientinnen mit HER2-positivem BMBC profitieren sowohl von innovativen systemischen Therapien als auch von gezielten lokalen Behandlungsansätzen. Die Daten unterstreichen die Relevanz individualisierter Therapiestrategien für diese Subgruppe. Prospektive Studien sind erforderlich, um die Behandlungsmöglichkeiten weiter zu optimieren und die Prognose der Betroffenen nachhaltig zu verbessern. 

Dr. Katrina Recker

Quelle: Curtaz C et al. Überlebensvorteil bei HER2-positiven Brustkrebspatientinnen mit Hirnmetastasen: Eine retrospektive Analyse. Abstract #15; Senologie 2025

Bilderquelle: © Axel Kock – Adobe Stock

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