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Innovatives Wirkprinzip bei platinresistentem Eierstockkrebs

3D-Illustration einer eierstockzyste im weiblichen eierstocks-und eileiterbereich

Quelle: © Dr_Microbe – stock.adobe.com

Innovatives Wirkprinzip bei platinresistentem Eierstockkrebs

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: ärztliches journal onkologie

Gotistobart – ein Antikörper, der regulatorische T-Zellen im Mikromilieu eliminieren soll – zeigt in der Phase-2-Studie PRESERVE-004 in Kombination mit Pembrolizumab Wirkung beim platinresistenten Ovarialkarzinom. Aber es gibt eine Ungereimtheit.

Gotistobart ist ein Anti-CTLA-4 Antikörper, der auf die selektive Eliminierung regulatorischer T-Zellen im Tumormikromilieu abzielt. Der innovative Wirkstoff, den Biontech in Kooperation mit OncoC4 Inc. entwickelt hat, zeigte in der Phase-3-Studie PRESERVE-003 beim metastasierten Plattenepithelkarzinom der Lunge eine Reduktion des Sterberisikos um mehr als Hälfte im Vergleich zur Standard-Chemotherapie. Die FDA hat dem Wirkstoff daraufhin den Orphan-Drug-Status erteilt, der einen späteren Zulassungsantrag beschleunigen würde.

Gotistobart plus Pembrolizumab

Beim ASCO 2026 wurden nun Überlebensdaten aus der Phase-2-Studie PRESERVE-004 präsentiert, in der Gotistobart in Kombination mit Pembrolizumab bei stark vorbehandelten Patientinnen mit platinresistentem Eierstockkrebs (PROC) eingesetzt wurde. Die Studie zeigt eine anhaltende Anti-Tumor-Aktivität bei kontrollierbarem Sicherheitsprofil.
Zum Zeitpunkt der Auswertung waren die Daten von 62 PROC-Patientinnen verfügbar, die mit Gotistobart (1 bzw. 2 mg/kg) in Kombination mit Pembrolizumab (in fixer Dosierung) behandelt wurden. Der Follow-up-Zeitraum betrug im Mittel 22,3 Monate.

Dosisparadoxon beim Gesamtüberleben

Die Ergebnisse: Die objektive Responserate (ORR) betrug 21,2 % bei einer Gotistobart-Dosierung von 1 mg/kg bzw. 20,7 % bei der höheren Dosierung. Die mediane Dauer des Ansprechens (DoR) lag bei 10,8 bzw. 11,6 Monaten. Das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) betrug 2,2 bzw. 2,5 Monate. Für Irritation sorgt das Ergebnis mit Blick auf das mediane Gesamtüberleben: Hier stehen sich 18,9 bzw. 8,3 Monate gegenüber, und die OS-Raten nach 18 Monaten betrugen 54,3 % bzw. 26,9 %. Das heißt, die höhere Dosis schneidet mit Blick auf das Gesamtüberleben schlechter ab. Eine Erklärung für dieses Dosisparadoxon gibt es bislang nicht. Nebenwirkungen vom Grad ≥3 wurden bei 51,5% bzw. 55,2% der Patienten beobachtet.

Die Autoren ziehen trotz des Dosisparadoxons ein positives Fazit: Die Kombination von Gotistobart und Pembrolizumab stelle eine chemotherapiefreie Behandlungsoption für Patientinnen mit platinresistentem Ovarialkarzinom dar. Für das in der PRESERVE-004-Studie erfassten Patientinnenkollektivs sind in der Regel aktuell keine weiteren Standardoptionen verfügbar.

Quelle: Barlin J: Overall survival for patients with pre-treated platinum-resistant ovarian cancer receiving gotistobart in combination with pembrolizumab. ASCO 2026 Abstract 5511

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