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Spätfolgen von Hirntumorbestrahlung im Fokus der Forschung

3D-Illustration eines transparenten menschlichen Kopfes mit sichtbarem Gehirn und roten Viruszellen oder Hirnmetastasen

Quelle: © Design Cells – stock.adobe.com

Spätfolgen von Hirntumorbestrahlung im Fokus der Forschung

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Erschienen in: onkologie heute

Was passiert im Gehirn nach einer Strahlentherapie? Das Projekt UncovRT geht dieser Frage nach, mit Fokus auf Kinder und Jugendliche und einer Förderung von zwei Millionen Euro.

Die Forschungsteams fragen sich, was im Gehirn nach einer Strahlentherapie passiert – und warum manche Patient:innen noch Jahre später unter den Folgen der Behandlung leiden? Ein besseres Verständnis dieser Spätfolgen soll helfen, diese in Zukunft früher erkennen und langfristig vermeiden zu können.

Das Team am Westdeutschen Protonentherapiezentrum Essen untersucht vor allem Kinder und Jugendliche mit Hirn- oder Schädelbasistumoren, die mit Protonen bestrahlt wurden. Die Protonentherapie ist eine präzise Form der Strahlentherapie, bei der gesundes Gewebe mehr geschont wird als bei herkömmlicher Bestrahlung. Dennoch können auch hierbei Spätfolgen auftreten, beispielsweise Beeinträchtigungen von Konzentrations- und Gedächtnisleistungen. „Wir möchten herausfinden, warum solche Veränderungen entstehen und welche Patient:innen ein hohes Risiko haben“, sagt Prof. Dr. Beate Timmermann, Medizinische Leiterin am Standort Essen.

Im Verbund kooperieren Teams aus Dortmund, Essen, Dresden, Hamburg und Heidelberg. Sie bauen eine Datenbank mit klinischen Daten, Aufnahmen aus bildgebenden Verfahren und biologischen Informationen auf. Zudem untersuchen sie in Laborstudien die biologischen Ursachen von strahlenbedingten Hirnschäden und testen Medikamente, die solche Schäden möglicherweise verhindern können.

Auch Betroffene werden eingebunden und bringen ihre Perspektive ein. Dank neuer Erkenntnisse sollen nicht nur Krebstherapien verbessert werden, sondern vor allem die Lebensqualität von Menschen, die einen Hirntumor überlebt haben.

Quelle: Pressemitteilung Universität Duisburg Essen

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