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Ultrasensitive ctDNA-Analyse als prognostischer Biomarker bei lokal fortgeschrittenem Zervixkarzinom

Blutprobenröhrchen mit Barcodes und visualisiertem DNA-Strang

Ultrasensitive ctDNA-Analyse als prognostischer Biomarker bei lokal fortgeschrittenem Zervixkarzinom

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Erschienen in: onkologie heute

Beim lokal fortgeschrittenen Zervixkarzinom (LACC) besteht ein ungedeckter Bedarf an zuverlässigen prognostischen Biomarkern, da etwa ein Drittel der Patientinnen nach einer Chemoradiotherapie (CRT) ein Rezidiv erleidet.

In der globalen, randomisierten CALLA-Studie (NCT03830866) wurde Durvalumab (D) in Kombination mit CRT gefolgt von einer Erhaltungstherapie mit D (D+CRT-Arm) im Vergleich zu CRT allein (CRT-Arm) untersucht. In der nicht nach Biomarkern ausgewählten Intention-to-treat (ITT)-Population zeigte sich kein signifikanter Vorteil beim progressionsfreien Überleben (PFS). Die vorliegende Analyse untersucht die Assoziation der zirkulierenden Tumor-DNA (ctDNA) mit dem Rezidivrisiko und Überleben, basierend auf dem bislang größten ctDNA-Datensatz bei LACC.

Erwachsene Frauen mit LACC (Stadium IB2–IIB mit nodalem Befall oder Stadium IIIA–IVA, unabhängig vom Nodalstatus) wurden im Verhältnis 1:1 randomisiert. Die ctDNA analysierte man mithilfe des ultrasensitiven, tumorinformierten MRD-Tests NeXT Personal (Personalis, Fremont, CA) der bis zu 1.800 patientenspezifische Varianten auf Basis der Gesamt-Geno-Sequenzierung detektiert. Die Erhebung der Proben erfolgte zu drei Zeitpunkten: Zyklus 1, Tag 1 (Baseline, C1D1), Zyklus 3, Tag 1 (C3D1) und sechs Monate nach Therapiebeginn. Untersucht wurden die Korrelationen zwischen ctDNA-Nachweis und klinischen Endpunkten (progressionsfreies Überleben {PFS}, Gesamtüberleben [OS]).

Von den 770 randomisierten Patientinnen waren in der Biomarker-evaluierbaren Population (BEP) 185 (BL), 186 (C3D1) und 130 (6 Monate) auswertbar. Die Ausgangscharakteristika, PD-L1-Status sowie PFS und OS waren zwischen der BEP- und der ITT-Kohorte vergleichbar. Zu Beginn war ctDNA bei 99 % der Patientinnen nachweisbar; der Anteil sank nach der Behandlung auf 23 % im D+CRT-Arm bzw. 36 % im CRT-Arm nach 6 Monaten. Eine geringere ctDNA-Nachweisrate im D+CRT-Arm war besonders in der Subgruppe mit PD-L1 Tumor-Areal-Positivität (TAP) ≥ 20 % ausgeprägt.

Nach Schlussfolgerung der Autor:innen belegt diese vordefinierte Analyse der CALLA-Studie die hohe Sensitivität eines personalisierten ctDNA-Tests. Hohe ctDNA-Spiegel zu Therapiebeginn waren mit einem erhöhten Risiko für Progression oder Tod assoziiert. Eine reduzierte ctDNA-Nachweisrate nach der Behandlung, insbesondere im D+CRT-Arm und bei Patientinnen mit PD-L1 TAP ≥ 20 %, korrelierte mit einem verbesserten Überleben. Diese Daten unterstreichen das Potenzial ultrasensitiver ctDNA-Analysen zur personalisierten Therapieentscheidung bei LACC.

Dr. Katrina Recker

Quelle: Mayadev J et al. Ultrasensitive detection and tracking of circulating tumor DNA (ctDNA) and association with relapse and survival in locally advanced cervical cancer (LACC): Phase 3 CALLA trial analyses. ASCO 2025; Abstract #5502

Bilderquelle: © ktdesign – Adobe Stock

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