Ophthalmologie » Sonstiges

»

EAH Jena erhält Forschungsförderung in Millionenhöhe

Forscherin im Labor

EAH Jena erhält Forschungsförderung in Millionenhöhe

Aktuelles

Ophthalmologie

Sonstiges

2 MIN

Erschienen in: CONCEPT Ophthalmologie

Die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena hat von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) eine finanzielle Unterstützung in Höhe von fünf Millionen Euro für das Programm „Forschungsimpulse“ erhalten. Diese Förderung ist die erste ihrer Art für Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) und zielt darauf ab, die erkenntnisorientierte Forschung an HAW zu fördern.

Das gemeinsame Vorhaben der EAH Jena und des Universitätsklinikums Jena mit dem Namen „TOOLS – Tailored Optics for Life Sciences Engineering“ (Maßgeschneiderte Optik für ingenieurtechnische Lösungen in den Biowissenschaften) wurde als Gewinner ausgewählt. Die Förderung erstreckt sich über einen Zeitraum von fünf Jahren.

Interdisziplinäre Kooperation

TOOLS startet eine interdisziplinäre Forschungskooperation in den Bereichen Optik, Photonik, Biomedizintechnik und klinische Forschung. Der Fokus liegt auf der Grundlagenforschung in optischen Technologien und biophotonischen Verfahren, um Erkenntnisse zur Verbesserung des Verständnisses biomedizinischer Prozesse im klinischen Kontext anzuwenden. Forschungsgebiete umfassen makro- und mikrooptische Komponenten, die Detektion von Bio-Nanopartikeln sowie die endoskopische Diagnostik von Mittelohrentzündungen.

TOOLS soll Kompetenzen etablieren

Das interdisziplinäre Team, bestehend aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der EAH Jena und des Universitätsklinikums Jena (UKJ), wird von Prof. Dr. Robert Brunner, Prof. Dr. Jens Bliedtner, Prof. Dr. Maria Dienerowitz, Prof. Dr. Iwan Schie (alle EAH Jena) und Prof. Dr. Orlando Guntinas-Lichius (UKJ) geleitet. Der Sprecher des Projekts Brunner unterstreicht, dass TOOLS dazu beitragen wird, die EAH Jena zu stärken, Spitzenkräfte zu gewinnen und junge Menschen für ein Studium an der Hochschule zu begeistern. „TOOLS wird an der EAH Jena Kompetenzen im Bereich der Optischen Technologien und der Biophotonik etablieren, um die Lücke zwischen Grundlagenforschung und anwendungsorientierter Forschung zur Lösung medizinischer Fragestellungen zu schließen“, sagt Prof. Brunner.

Quelle: Ernst-Abbe-Hochschule Jena

Foto: Benjamin Gottfried/EAH

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Porträt von Prof. Volker Busskamp.

Medizin-Nobelpreis 2026: Wie Optogenetik in Bonn zur Netzhautforschung beiträgt

Aktuelles

Die mit dem Medizin-Nobelpreis 2026 ausgezeichnete Optogenetik eröffnet neue Möglichkeiten für die Analyse neuronaler Netzwerke und degenerativer Netzhauterkrankungen. Prof. Volker Busskamp ordnet die Bedeutung der Technologie für die ophthalmologische Forschung ein.

Ophthalmologie

Hinterer Augenabschnitt

Beitrag lesen
Eröffnungsveranstaltung des DOG-Kongresses 2026 zum Leitthema „Augenheilkunde ohne Grenzen“.

Grenzenlos vernetzt: DOG 2026 setzt Impulse für bessere Versorgung

Kongress

Mit 4.657 Teilnehmenden stand die DOG 2026 ganz im Zeichen der internationalen Zusammenarbeit. Unter dem Motto „Augenheilkunde ohne Grenzen“ diskutierten Teilnehmende neue Wege für Vernetzung, Wissenstransfer und zukunftsorientierte Patientenversorgung.

Ophthalmologie

Sonstiges

Beitrag lesen
Die Albrecht-von-Graefe-Medaille ist die höchste Auszeichnung, die die DOG vergibt und wird laut Statuten alle zehn Jahre „demjenigen zuerkannt, der sich unter den Zeitgenossen – ohne Unterschied der Nationalität – die größten Verdienste um die Förderung der Ophthalmologie erworben hat.“ Die Auswahl erfolgte in einem mehrstufigen Verfahren und wurde durch die DOG-Mitgliederversammlung bestätigt. Albrecht von Graefe entwickelte 1857 eine neue Operationsmethode bei Grünem Star. Erster Träger der Albrecht-von-Graefe-Medaille war 1886 Hermann von Helmholtz, der den Augenspiegel zur Untersuchung des Augeninneren erfand. In 2016 wurde die Albrecht-von-Graefe-Medaille zuletzt an Professor Dr. med. Dr. h.c. mult. Eberhart Zrenner für seine Forschungsarbeiten zur Netzhautfunktion sowie für die Entwicklung des elektronischen Retina-Implantats verliehen, das blinden Menschen mit Retinitis pigmentosa ein orientierendes Schwarz-Weiß-Sehen ermöglicht.

DOG verleiht Alan Bird die Albrecht-von-Graefe-Medaille

Kongress

Die DOG hat den britischen Retina-Spezialisten Alan C. Bird mit der Albrecht-von-Graefe-Medaille ausgezeichnet. Die höchste Ehrung der Fachgesellschaft würdigt seine wegweisenden Beiträge zur Erforschung von Netzhauterkrankungen und zur modernen Retina-Medizin.

Ophthalmologie

Hinterer Augenabschnitt

Beitrag lesen