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Einstein Center for Early Disease Interception eröffnet

30 und 60 Tage alte Hirn-Organoide in der Petrischale. © Einstein Stiftung Berlin | Pablo Castagnola

Quelle: © Einstein Stiftung Berlin – Pablo Castagnola

Einstein Center for Early Disease Interception eröffnet

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3 MIN

Erschienen in: CONCEPT Ophthalmologie

Eine neue Berliner Institution, will Krankheiten erkennen und behandeln, bevor Symptome entstehen: Im Einstein Center for Early Disease Interception bündeln Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin, des Max Delbrück Center, des Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) und der Technischen Universität Berlin zusammen mit weiteren Berliner Partnern ihre Expertise, um Prävention neu zu denken. Institutionenübergreifend nutzen sie neueste Technologien, um künftig die Entstehung von Krankheiten zu verhindern. Mit einer feierlichen Auftaktveranstaltung nahm das neue Einstein-Zentrum am 23. März 2026 seine Arbeit auf.

Dass sich eine ernste Erkrankung anbahnt, bleibt oft jahrelang unbemerkt. Wenn Symptome auftreten, sind Organschäden bereits angerichtet und nur begrenzt rückgängig zu machen. Manchmal fehlt jeder Hebel, um den weiteren Verlauf zu stoppen. 

Forschende aus zwölf führenden Berliner Institutionen wollen das ändern und Prävention neu denken. Mithilfe neuester Technologien – darunter Entwicklungen aus Berlin – wollen sie verstehen, was ganz am Anfang einer Erkrankung in den Zellen unseres Körpers geschieht. Dieses Wissen schafft die Grundlagen, um deutlich früher einzugreifen: in einem Stadium, in dem erst einzelne Zellen betroffen sind und die Krankheit noch steuerbar ist.

Die Forschenden bündeln ihre Expertise im „Einstein Center for Early Disease Interception“ (EC-EDI). Es wurde feierlich eröffnet mit Gästen aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft am Berliner Institut für medizinische Systembiologie des Max Delbrück Center in Mitte. Die Einstein Stiftung Berlin fördert das Einstein-Zentrum mit insgesamt sechs Millionen Euro und unterstützt das EC-EDI bei der Rekrutierung junger internationaler Talente mit weiteren Mitteln, die das Land Berlin bereitstellt. Das Zentrum baut auf einer zweijährigen Vormodulphase auf. 

Ein dynamisches Netzwerk für Schlüsseltechnologien

In den nächsten sechs Jahren werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Entwicklung, Integration und Anwendung der Schlüsseltechnologien vorantreiben. Dazu gehören zum Beispiel Einzelzell-Multiomik-Technologien und räumliche Biologie, patientenspezifische Organoide, 3D-Bioprinting sowie Modellierungen von Mechanismen und Krankheitsverläufen auf der Basis von künstlicher Intelligenz. Es soll insbesondere eine Plattform für die institutionenübergreifende Zusammenarbeit entstehen, um Forschungsergebnisse gemeinsam mit Unternehmen und Investor:innen schneller in die Klinik zu bringen und gleichzeitig gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Mehrwert für Berlin zu schaffen. Im Fokus stehen zunächst Atemwegs- und neurologische Erkrankungen, wie beispielsweise entzündliche Lungenerkrankungen, Tuberkulose, Alzheimer und Multiple Sklerose.

Im EC-EDI arbeiten unter anderem die Charité, das BIH, das Max Delbrück Center, die TU Berlin, die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin sowie weitere außeruniversitäre Einrichtungen wie das Museum für Naturkunde und Max-Planck-Institute zusammen. 

Quelle: Charité

Foto: 30 und 60 Tage alte Hirn-Organoide in der Petrischale.

© Einstein Stiftung Berlin – Pablo Castagnola

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