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Adipositas: Verborgenen Ganzkörperschäden mit KI auf der Spur

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Adipositas: Verborgenen Ganzkörperschäden mit KI auf der Spur

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Diabetes, Herz und Kreislauf

mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Adipositas ist eine Erkrankung mit systemischen Auswirkungen: Sie betrifft nicht nur Stoffwechsel und Fettspeicherung, sondern auch Immunaktivität, Nervenstruktur und Gewebeorganisation in verschiedenen Organsystemen. Sie erhöht zudem das Risiko für Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle, Neuropathien und Krebs.

Ein Forscherteam unter der Leitung des Helmholtz Munich hat jetzt ein KI-gestütztes Framework der Maus entwickelt, das krankheitsbedingte Veränderungen im gesamten Körper in zellulärer Auflösung kartiert. Es segmentiert automatisch 31 Organe und Gewebetypen und erfasst gleichzeitig Nerven- und Immunzellen im gesamten Körper. Damit können Adipositas-bedingte Entzündungsprozesse sowie bislang unbekannte Nervenschädigungen identifiziert werden. Entsprechende molekulare Signaturen konnten die Forscher dann auch in menschlichem Gewebe nachweisen. Bemerkenswert war die strukturelle Veränderung eines Abschnitts des Trigeminusnervs. Bei adipösen Mäusen wiesen diese sensorischen Nerven deutlich weniger Endigungen und Verzweigungen auf, was auf einen Verlust normaler Nervenfunktion hindeutet. Viele dieser molekularen Signaturen fanden sich auch im Trigeminusgewebe von Menschen mit Adipositas. Die bei Mäusen beobachteten Veränderungen könnten demnach auch beim Menschen auftreten.

Literatur: Kaltenecker D et al. Nature 2026. https://doi.org/10.1038/s41586-026-10535-2

Quelle: Helmholtz Zentrum München / Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH)

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