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Altersschwerhörigkeit: Kognitive Beeinträchtigung und Gehirnveränderungen

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Altersschwerhörigkeit: Kognitive Beeinträchtigung und Gehirnveränderungen

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Altersschwerhörigkeit (Presbyakusis) ist eine neurodegenerative Erkrankung, bei der es mit zunehmendem Alter zum Rückgang der Spracherkennung kommt. In neueren Studien wurde Altersschwerhörigkeit nachweislich mit kognitiven Beeinträchtigungen in Verbindung gebracht. Die zugrunde liegenden Mechanismen sind aber noch wenig verstanden. Chinesische Forscher konnten jetzt zeigen, dass die kognitiven Veränderungen bei Altersschwerhörigkeit auf Gewebe- und Funktionsverluste in bestimmten Hirnregionen zurückzuführen sind. Dazu führten sie bei Probanden (55 Personen mit Altersschwerhörigkeit, 55 Kontrollpersonen) Hörtests (Reinton-Hörschwelle, Schwelle der Spracherkennung) und verschiedene kognitive Tests durch. Per MRT wurden die Veränderungen in der Hirnstruktur, insbesondere das Volumen der grauen Substanz, sowie die Hirnwellenaktivität in Ruhephasen erfasst.

Ergebnis: Bei schwerhörigen Probanden waren besonders Regionen betroffen, die Hören, Aufmerksamkeit, Gedächtnis sowie multisensorische Integration steuern: die graue Substanz war vermindert, Ruhezustandssignale fielen in den Regionen Putamen, Gyrus fusiformis, Precuneus, medialer superiorer frontaler Gyrus schwächer aus. Diese Veränderungen korrelierten mit schlechteren Ergebnissen in den kognitiven Tests.

Quelle: Li X et al. eNeuro 2026; DOI: 10.1523/ENEURO.0294-25.2026

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