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Antimikrobielle Resistenzen: Keine Entwarnung bei Keimen in Lebensmitteln

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Antimikrobielle Resistenzen: Keine Entwarnung bei Keimen in Lebensmitteln

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Der jüngst von EFSA und ECDC veröffentlichte Bericht über antimikrobielle Resistenz (AMR) bei Menschen, Nahrungsmitteltieren und Lebensmitteln in den Jahren 2023–2024 gibt keine Entwarnung: Die Antibiotikaresistenz pathogener Keime in Lebensmitteln bleibt in Europa ein ernstes Problem. Das gilt insbesondere für Salmonella-Arten und Campylobacter sowie deren weit verbreitete Resistenzen gegen häufig eingesetzte Antibiotika. Besorgniserregend sind deren hohe Resistenzen gegenüber Ciprofloxacin, eines der wichtigsten Antibiotika für schwere Infektionen beim Menschen. Während die Resistenz bei Salmonellen aus Nutztieren konstant hoch ist, steigt sie bei menschlichen Infektionen weiter an. Bei Campylobacter ist die Resistenz laut ECDC so weit verbreitet, dass Ciprofloxacin in Europa nicht mehr zur Behandlung empfohlen wird. Ein Problem seien dem Bericht zufolge auch Carbapenemase-produzierende E. coli-Bakterien in Fleisch und Nutztieren, die in acht Mitgliedstaaten nachgewiesen wurden. Carbapeneme, wichtige Reserveantibiotika für Menschen, dürfen daher nicht mehr in der Tierhaltung eingesetzt werden.

Der vollständige Bericht ist (in englischer Sprache) abrufbar unter: EFS2_9887_Rev3.PDF. DOI: 10.2903/j.efsa.2026.9887

Redaktion

Quelle: European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) und Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA)

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