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Asthma: Schlüsselfaktor für Exazerbation nach Virusinfektionen identifiziert

Ein Kind verwendet einen Inhalator zur Behandlung von Asthma in einer grünen, natürlichen Umgebung.

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Asthma: Schlüsselfaktor für Exazerbation nach Virusinfektionen identifiziert

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Bei manchen Asthma-Patienten führen Virusinfektionen (grippaler Infekt, Bronchitis) zu akuter Exazerbation; schwerere Verlaufsformen können eine Hospitalisierung erfordern. Bislang ist es nicht möglich, diejenigen Patienten zu identifizieren, die zu Exazerbationen neigen. Wissenschaftler des FZB* konnten nun den zugrunde liegenden Mechanismus entschlüsseln und fanden einen Biomarker zur Vorhersage von schweren Verläufen. Im Mausmodell zeigte sich, dass von allen Zytokinen das Interleukin (IL) 6 dasjenige ist, das in Reaktion auf die Exazerbation am frühsten und in größter Menge freigesetzt wird. Der Maus ging es umso schlechter, je mehr IL-6 gebildet wurde. Fehlte jedoch das IL-6 oder wurde an seiner Funktion gehindert, ist die Maus vor der Auslösung einer Exazerbation geschützt. Die hohe Freisetzung von IL-6 ist demnach ein Schlüsselfaktor für die Verschlimmerung der Symptome. Die gesteigerte Produktion ist epigenetisch durch ein bestimmtes Methylierungsmuster des IL6-Gens fixiert, sodass es eine Art Gedächtnis bildet. Dieses Muster korrelierte daher nicht nur mit einer hohen IL-6- Expression und dem Bedarf an Notfallmedikamenten, sondern scheint auch prädiktiv für zukünftige Exazerbationen zu sein.

Literatur: Lunding LP et al. Allergy 2025: 1–13, https://doi.org/10.1111/all.70070.

Quelle: *Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum 

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