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Diabetes-Prävention: Ein-Stunden-Blutzuckerwert als neuer Marker

Ein Teller mit frischen Früchten und Gebäck, kombiniert mit einer Uhr, symbolisiert die Bedeutung von Ernährung und Zeitmanagement bei Prediabetes.

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Diabetes-Prävention: Ein-Stunden-Blutzuckerwert als neuer Marker

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Prädiabetes gilt als Vorstufe des Typ-2-Diabetes (T2D). Doch nur etwa 20% der Menschen mit T2D erfüllten zuvor die dafür relevanten Kriterien. Umgekehrt entwickelte sich bei über 40% der Menschen mit Prädiabetes nie ein Diabetes. Laut IGF gilt die Ein-Stunden-Plasmaglukosekonzentration (1h-PG) beim oralen Glukosetoleranztest (OGTT) mit einem Wert von ≥ 155mg/dl bereits als früher Indikator einer gestörten Glukoseregulation. Deutsche Forscher fanden jetzt heraus, dass ein erhöhter Blutzuckerwert eine Stunde nach dem OGTT einen kritischen Stoffwechselzustand signalisiert – und zwar noch vor dem Zustand des Prädiabetes. Dazu wurden Personen im Rahmen des Tübinger Lebensstil-Interventionsprogramms (Gewicht, Ernährung, Bewegung) mit unterschiedlicher Glukosetoleranz 9 Monate lang intensiv betreut. Bereits zu Beginn zeigte sich: Personen mit hohem 1h-PG-Wert waren metabolisch zwischen gesund und krank einzuordnen. Nach 9 Monaten verbesserten sich Insulinsensitivität und Betazellfunktion deutlich. Gleichzeitig normalisierte sich der Leberfettwert. In der Prädiabetes-Gruppe waren diese Verbesserungen deutlich geringer ausgeprägt. Langfristig erkrankten Personen mit erhöhtem 1h-PG, die an der Intervention teilgenommen hatten, zu 80% seltener an T2D als Menschen mit Prädiabetes.

Literatur: Wang Y et al. Metabolism 2025; doi: 10.1016/j.metabol.2025.156430

Quelle: Pressemitteilung Deutsches Zentrum für Diabetesforschung (DZD)

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