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EpiWatch erkennt tonisch-klonische Anfälle bei niedriger Fehlalarmrate

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EpiWatch erkennt tonisch-klonische Anfälle bei niedriger Fehlalarmrate

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Nach einem durchlebten epileptischen Anfall kann es zu einer Muskelerschlaffung kommen, die auch die Atemmuskulatur betrifft. Dann ist das Risiko eines plötzlichen, unerwarteten Todes bei Epilepsie (SUDEP = Sudden unexpected death in epilepsy) gerade bei Personen mit unkontrollierten tonisch-klonischen Anfällen (TCS) hoch, insbesondere dann, wenn sie Bauchschläfer sind und alleine schlafen. Überwachungsgeräte können über ein Armband die Bewegungen während eines Anfalls erkennen und über ein gekoppeltes Smartphone Pflegekräfte bzw. Betreuer mit einem Alarm warnen. Allerdings weisen aktuelle Geräte hohe Fehlalarmraten (FARs) auf. EpiWatch ist eine für die Apple Watch entwickelte App zur Anfallserkennung mit dem Ziel, FAR zu minimieren, ohne die Sensitivität zu beeinträchtigen. Und genau das konnte die App in einer Phase-III-Studie zeigen. 242 Teilnehmer (Durchschnittsalter 22,7 Jahre; 54,1% weiblich) mit TCS-Historie bzw. klinischem Potenzial für TCS, unterzogen sich dafür einer Video-EEG-Überwachung. Ergebnis: EpiWatch entdeckte zuverlässig 46 von 47 TCS. Die Gesamtsensitivität betrug 98% (vs. 76-98% für andere Bewegungsarmbänder). Nach über 16.000 Stunden Überwachung setzte EpiWatch 56 Fehlalarme ab, was einer Rate von 0,08 pro Tag entspricht (vs. andere Geräte 0,67 bis 2,52 pro Tag). 

Publikation: Krauss GL et al. Neurology Open Access 2026; 2 (2): e000111. https://doi.org/10.1212/WN9.0000000000000111

Quelle: Pressemitteilung American Academy of Neurology AAN

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