Allgemeinmedizin » Schmerz

»

Fibromyalgie: TENS mildert bewegungsinduzierte Schmerzen

© Andrey Popov - stock.adobe.com

Quelle: © Andrey Popov - stock.adobe.com

Fibromyalgie: TENS mildert bewegungsinduzierte Schmerzen

Aktuelles

Allgemeinmedizin

Schmerz

mgb medizin Redaktion

Verlag

1 MIN

Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Fibromyalgie ist ein chronisches Schmerzsyndrom, das durch weit verbreitete Schmerzen in Muskeln und Sehnen, Fatigue und Schlafstörungen gekennzeichnet ist. Als Ursache wird eine Funktionsstörung des Nervensystems vermutet, bei der das Gehirn Schmerzsignale fehlerhaft verarbeitet. Der Fokus der Therapie liegt auf der Linderung der Symptome, oft durch eine Kombination aus Bewegungs- und Physiotherapie sowie psychologischer Begleitung. Dieser Ansatz wird allerdings nicht so gut von den Patienten toleriert. Die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) ist eine Methode, die häufig von Physiotherapeuten zur Linderung von Schmerzen eingesetzt wird. Besonders bei Personen mit veränderter zentraler Schmerzverarbeitung, so wie bei Fibromyalgie vermutet, scheint die Methode geeignet zu sein. Inwieweit TENS zur Schmerzbehandlung – in Kombination mit Physiotherapie (PT) – bei Menschen mit Fibromyalgie tatsächlich geeignet ist, darauf gab jetzt eine aktuelle US-Studie, an der 459 Probanden mit Fibromyalgie teilnahmen, eine Antwort: Die Ergänzung von TENS zur routinemäßigen PT führte nach 2 Monaten zu einer statistisch signifikanten und klinisch sinnvollen Reduktion der bewegungsinduzierten Schmerzen. Die Wirkung hielt sogar mindestens 6 Monate an. Die alleinige Physiotherapie war dagegen kaum effektiv.

Quelle: Dailey DL et al. JAMA Netw Open 2026; 9(3): e262450. doi:10.1001/jamanetworkopen.2026.2450

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Arzt mit Patientin

Fünf Prinzipien für eine zukunftsfähige Primärversorgung

Berufspolitik

Die DEGAM fordert eine Primärversorgung, die Hausarztpraxen als erste Anlaufstelle stärkt, Patientinnen und Patienten verlässlich begleitet und Versorgung im Team organisiert. Dafür braucht es klare Zuständigkeiten, eine bedarfsgerechte Vergütung und eine tragfähige digitale Infrastruktur.

Allgemeinmedizin

Beitrag lesen
Symbolbild Prävention

Prävention braucht Evidenz – und bessere Lebensbedingungen

Berufspolitik

Nicht mehr Screenings, sondern wirksame Prävention: Die DEGAM fordert, Maßnahmen konsequent an Evidenz und individuellem Risiko auszurichten – und zugleich die Lebensverhältnisse politisch gesundheitsförderlich zu gestalten.

Allgemeinmedizin

Beitrag lesen
Ärztin am Laptop

Digitale Ersteinschätzung: Wann sinnvoll?

Berufspolitik

Digitale Ersteinschätzung kann Akutversorgung strukturieren – sie ersetzt aber keine hausärztliche Beurteilung. Die DEGAM fordert klare Versorgungspfade, menschliche Steuerung und systematische Evaluation.

Allgemeinmedizin

Beitrag lesen