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Frailty: Stille Entzündungen beeinflussen Alterungsprozesse

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Frailty: Stille Entzündungen beeinflussen Alterungsprozesse

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Mit zunehmendem Lebensalter steigt das Risiko von Altersgebrechlichkeit (Frailty). Ausgeprägte muskuläre Schwäche, eingeschränkte kognitive Belastbarkeit, verminderte Widerstandsfähigkeit gegen Stressoren sowie erhöhte Erschöpfung (sehr häufig assoziiert mit Anämie) und eine herabgesetzte körperliche Funktionsfähigkeit bestimmen das Bild dieses geriatrischen Syndroms. Damit eng verbunden sind weitere Alterungsprozesse und typische Alterskrankheiten. Essenzieller Teil der pathogenetischen Kaskade ist das sog. Entzündungsaltern: „Stille“ Entzündungen, die, gekennzeichnet durch erhöhte proinflammatorische Zytokine, das Altern beschleunigen, das Erbgut schädigen und altersbedingte Krankheiten wie Alzheimer, Krebs und Diabetes fördern. Dieses systemische Geschehen geht oft mit einer geschwächten Immunantwort einher. Zudem beeinträchtigen entzündliche Prozesse und unzureichende Nahrungsaufnahme, möglicherweise verstärkt durch bestimmte Medikamente, den Status wichtiger Spurenelemente. So finden sich bei Patienten mit Gebrechlichkeit insbesondere niedrige Selen- und Zink-Konzentrationen – Spurenelemente, die für Wundheilung und das Immunsystem wichtig sind. Eine Verbesserung der Ernährungsqualität hin zu weniger entzündungsförderlichen Lebensmitteln könnte demnach dem Entzündungsaltern entgegenwirken.

Quelle: Vortrag Müller-Werdan U. Montags-Pressekonferenz anlässlich des 132. DGIM-Kongresses, 20. April 2026

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