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„Ophthalmisches Paradoxon“: Niedrigeres Glaukom-Risiko bei leichtem Übergewicht

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„Ophthalmisches Paradoxon“: Niedrigeres Glaukom-Risiko bei leichtem Übergewicht

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Übergewicht wird allgemein als Risikofaktor für Augenerkrankungen angesehen, da es indirekt über einen höheren Augeninnendruck (IOD) mit Glaukomen assoziiert sein kann. Eine aktuelle US-Studie deutet jetzt auf einen paradoxen Zusammenhang, wonach leichtes Übergewicht das Risiko für ein Glaukom senkt.  

Die Forscher untersuchten dazu die Daten von 156.362 Teilnehmern des NIH‑„All of Us“-Programms auf Zusammenhänge zwischen Adipositas, metabolischem Syndrom (MetS) und Glaukomprävalenz. Überraschenderweise war ein erhöhter BMI mit einem um ca. 20% geringeren Risiko für ein Glaukom verbunden. Demgegenüber war das Vorliegen eines MetS klar mit einem erhöhten Glaukomrisiko assoziiert.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass klassische Adipositasparameter allein kein verlässlicher Risikomarker für Glaukom sind. Adipositas scheint möglicherweise sogar protektive Effekte zu haben – etwa über den bei übergewichtigen Personen erhöhten Liquordruckwert, wodurch der translaminare Druckgradient verringert werden kann und so das Glaukom schützt. MetS hingegen scheint ein relevanter systemischer Risikofaktor zu sein, möglicherweise vermittelt über sympathische Aktivierung, Blutdruck‑ und Glukosestoffwechselstörungen sowie oxidative Stressmechanismen.

Quelle: Paul M et al. British Journal of Ophthalmology 2026; Published Online First doi: 10.1136/bjo-2025-328112

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