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Muskelkraft: Schwache Handgriffstärke – Warnsignal für psychische Erkrankungen

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Muskelkraft: Schwache Handgriffstärke – Warnsignal für psychische Erkrankungen

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Zur Bewertung der Muskelkraft ist die Handgriffstärke ein zuverlässiger Biomarker für die allgemeine Fitness – und zunehmend auch für die psychische Gesundheit. Man weiß schon länger, dass bei Menschen mit Depression oder Schizophrenie die Handkraft messbar reduziert ist. Eine internationale Studie zeigt jetzt, dass sich die Muskelkraft selbst nach überstandener Depression nicht automatisch normalisiert. Die Forscher bewerteten in ihrer Studie mit insgesamt 533 Probanden die Handkraft bei psychisch Gesunden, Menschen mit Schizophrenie sowie mit aktiver und genesener Depression. Ergebnis: Alle Probanden wiesen eine geringere Handkraft auf als die gesunden Kontrollgruppen. Überraschend war, dass sich die niedrige Handkraft der aktuell Depressiven nicht von genesenen Depressiven unterschied. Demnach erholt sich die Handkraft bei Menschen nach einer Depression nicht, wie in früheren Studien angenommen. Ob ein echtes Fitnessdefizit und damit ein Frühwarnsignal für eine geringere Lebenserwartung zugrunde liegt, oder nur eine schlechte motorische Steuerung, muss in weiteren Studien geklärt werden.

Literatur: von Känel S et al. JAMA Psychiatry 2026. Published Online. doi: 10.1001/jamapsychiatry.2026.0144

Quelle: Pressemeldung Universitätsklinikum Würzburg

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