Allgemeinmedizin » Nieren und Harnwege

»

Harnsteine: Helfen Trinkmengen-Interventionen gegen Rezidive?

© SERHII - stock.adobe.com

Quelle: © SERHII - stock.adobe.com

Harnsteine: Helfen Trinkmengen-Interventionen gegen Rezidive?

Aktuelles

Allgemeinmedizin

Nieren und Harnwege

mgb medizin Redaktion

Verlag

1 MIN

Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Um das Risiko wiederkehrender Harnsteine zu verringern, empfehlen die Leitlinien eine erhöhte Flüssigkeitsaufnahme. Interventionsprogramme sollen bei der Aufrechterhaltung der Aufnahme hoher Flüssigkeitsmengen unterstützen. Diese beinhalten u.a. finanzielle Anreize, Gesundheitscoaching und von Patienten ausgewählte Motivationsmaßnahmen. US-Forscher untersuchten jetzt in einer Studie, ob ein solches verhaltensorientiertes Interventionsprogramm Harnsteinrezidive im Vergleich zur Kontrollgruppe besser reduziert. Dazu wurden 1.658 Teilnehmer (ab 12 Jahren, Vorgeschichte von Harnsteinerkrankungen, niedrige 24-Stunden-Urinmengen) aufgenommen und randomisiert einer Verhaltensinterventions-Gruppe (n=826) oder einer Kontrollgruppe mit leitlinienkonformer Versorgung (n=832) zugeteilt. Das Ergebnis: Ein verhaltensorientiertes Interventionsprogramm zur Prävention von Steinrezidiven reduzierte die wiederkehrenden Steinereignisse nicht besser als die Versorgung in der Kontrollgruppe (19% vs. 20%), erhöhte jedoch das Urinvolumen im Vergleich zur leitlinienbasierten Versorgung während einer zweijährigen Nachbeobachtungsphase moderat.

Quelle:  Desai A et al. The Lancet 2026; 407: 1171-1181. DOI: 10.1016/S0140-6736(25)02637-6

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Auf dem Foto hält ein junger Arzt eine Klemmbrett und spricht mit einem älteren Patienten.

Biomarkernachweis positiv

Fachbeitrag

Ein positiver Nachweis von Biomarkern für Alzheimer bei leichter kognitiver Störung erfordert in der Aufklärung Expertise und Behutsamkeit.

Allgemeinmedizin

Psyche und Nerven

Beitrag lesen
Auf dem Bild ist ein Gruppentherapiesetting dargestellt, Menschen sitzen im Kreis auf Stühlen.

Körperbezogene Stressprävention mit Funktioneller Entspannung

Fachbeitrag

Stressprävention mit Funktioneller Entspannung ist ein körperbezogener manualisierter Ansatz und ergänzt bestehende Präventionsangebote. Das Konzept des Manuals sowie erste klinische Anwendungen werden vorgestellt.

Allgemeinmedizin

Psyche und Nerven

Beitrag lesen
© pathdoc – stock.adobe.com

Update Migräne: Bewährte und neue Behandlungsstrategien

Fachbeitrag

Migräne ist häufig, betrifft aber besonders Frauen. Der Überblick zeigt aktuelle Akut- und Prophylaxestrategien: Triptane bleiben erste Wahl, bei kardiovaskulären Risiken kann Lasmiditan eine Option sein. Gepante wie Rimegepant und Atogepant sowie CGRP-Antikörper erweitern die Therapie. Mit PACAP-Hemmern wie Bocunebart rückt zudem ein neuer Signalweg in den Fokus.

Allgemeinmedizin

Psyche und Nerven

Beitrag lesen