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Hepatitis E: HEV-Infektionen – Unterschätzte Gefahr bei Leberzirrhose

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Hepatitis E: HEV-Infektionen – Unterschätzte Gefahr bei Leberzirrhose

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Infektionen mit dem Hepatitis-E-Virus (HEV) sind weltweit die häufigste Ursache für eine akute Virushepatitis. Hierzulande infizieren sich jährlich bis zu 400.000 Menschen, oft über den Verzehr von infiziertem Schweinefleisch. Die Infektionen verlaufen oft symptomlos und bleiben daher meist unerkannt. Für Menschen mit einem geschwächtem Immunsystem oder einer vorgeschädigten Leber kann die HEV-Infektion jedoch gefährlich werden.

Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben in einer Studie untersucht, wie sich eine HEV-Infektion auf Patienten mit Leberzirrhose auswirkt. Anhand von 249 Blutproben analysierten sie, wie HEV den Krankheitsverlauf beeinflusst. Ergebnis: Etwa die Hälfte der Patienten entwickelte ein akutes Leberversagen auf chronischer Grundlage (ACLF), eine schwere und lebensbedrohliche Komplikation. Neben einer ACLF fanden sie auch Fälle akuter Leberdekompensation, eine rasch eintretende Komplikation bei Leberzirrhose. In diesem Stadium kann die vernarbte Leber ihre Funktionen nicht mehr aufrechterhalten. Die schwerste Form der Dekompensation führt zu akutem Leberversagen. Ein Blutserumtest der Patienten auf einen virusspezifischen Antikörper zeigte zudem, dass nur ein Drittel der Getesteten über die passende Immunantwort verfügte.

Originalarbeit: Dinkelborg K et al. Liver Int 2026;46(7): e70727.  doi: 10.1111/liv.70727.

Quelle: Pressemitteilung Medizinische Hochschule Hannover MHH

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