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Herzinfarktrisiko bei Frauen: Weniger Plaques bedeutet nicht weniger Risiko

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Herzinfarktrisiko bei Frauen: Weniger Plaques bedeutet nicht weniger Risiko

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Obwohl Frauen typischerweise weniger atherosklerotische Plaques haben als Männer, sind sie nicht besser vor kardiovaskulären Ereignissen geschützt.

Das ergab eine erneute Analyse der Gesundheitsdaten von 4.267 Patienten des Kardio-CT-Arms aus der PROMIS-Studie. Eingeschlossen wurden Patienten mit stabilen Brustschmerzen, ohne vorherige Vorgeschichte von koronarer Herzkrankheit. Die Forscher wollten wissen, inwieweit die Plaquelast das Risiko schwerer Herzerkrankungen beeinflusst. Ergebnis: Frauen hatten nicht nur weniger Plaques als Männer (55% vs. 75%), sondern auch ein geringeres Plaques-Volumen (im Mittel 78 mm3 vs. 156 mm3). Das Risiko für Herzinfarkt und Brustschmerzen bei Frauen zeigte sich demnach bereits bei einer geringeren Plaquelast und stieg – insbesondere nach den Wechseljahren – schneller an als bei Männern.

Den Forschern zufolge haben Frauen kleinere Koronararterien, weshalb schon eine geringe Plaquelast einen größeren Einfluss haben kann. Zudem fehlen bei Frauen oft die typischen pektanginösen Beschwerden mit Schmerzen und Engegefühl in der Brust. Die Ergebnisse bestätigen die Notwendigkeit einer frühzeitigen geschlechtsspezifischen Plaques-Bewertung zur Einschätzung des Herzinfarktrisikos und ggf. zeitnaher medikamentöser Intervention bei Frauen.

Literatur: Brendel JM et al. Circulation: Cardiovascular Imaging 2026; 19(3). https://doi.org/10.1161/CIRCIMAGING.125.019011

Quelle: Pressemeldung American Heart Association AHA

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