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Hirnalterung: Einfluss von oxidativem Stress auf Proteinhomöostase reversibel

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Hirnalterung: Einfluss von oxidativem Stress auf Proteinhomöostase reversibel

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Deubiquitylasen (DUBs) sind im alternden Gehirn für die Regulation des Proteinabbaus essenziell. Oxidativer Stress hemmt die Aktivität dieser Enzyme durch chemische Veränderungen an den Cystein-Resten, wodurch Ubiquitin-Markierungen an Proteinen nicht mehr effizient entfernt werden. Dies wiederum beeinträchtigt die Funktion des Proteasoms, der zentralen proteolytischen „Abbaumaschinerie“ der Zelle. Dadurch gerät die Proteinhomöostase im alternden Gehirn aus dem Gleichgewicht. Dieser Effekt ist jedoch reversibel, wie Forscher am Leibniz-Institut für Altersforschung jetzt herausfanden. Die Enzymaktivität kann in vivo durch Antioxidantien wie z.B. NACET (N-Acetylcysteinethylester) wiederhergestellt werden.

Das antioxidative Molekül dient als Vorstufe der Aminosäure Cystein, die unter anderem für die Bildung des körpereigenen Antioxidans Glutathion benötigt wird.

Die DUBs behalten trotz eingeschränkter Aktivität ihre strukturelle Integrität, also ihre grundlegende räumliche Struktur und Zusammensetzung bei. Ihre Aktivität wird aber durch redoxabhängige Prozesse, also chemische Bedingungen innerhalb der Zelle, temporär reduziert.

Den Autoren zufolge liefert die Studie erste wichtige Hinweise darauf, dass Schlüsselprozesse der Gehirnalterung möglicherweise reversibel sind.

Literatur: Sahu AK et al. Nat Commun 2026;17(1): 3653. https://doi.org/10.1038/s41467-026-71921-y

Quelle: Pressemitteilung Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut

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