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Imperativer Harndrang: Sensorische Überempfindlichkeit als mögliche Ursache

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Imperativer Harndrang: Sensorische Überempfindlichkeit als mögliche Ursache

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Nieren und Harnwege

mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Allgemeine sensorische Empfindlichkeit (Generalized Sensory Sensitivity, GSS) beschreibt eine Überempfindlichkeit gegenüber äußeren Reizen (z.B. helles Licht, Geräusche, Chemikalien) sowie verstärkter Wahrnehmung innerer Körpersignale (z. B. Herzrasen, Mundtrockenheit, Gleichgewichtsstörungen). GSS dient daher als Marker für zentralisierte Schmerzsyndrome wie z.B. Fibromyalgie, Reizdarmsyndrom oder Endometriose. Die Daten der amerikanischen LURN-II-Studie (Lower Urinary Tract Dysfunction Research Network) deuten jetzt darauf hin, dass auch imperativer Harndrang mit einer gesteigerten GSS korreliert sein könnte. 617 erwachsene Patienten (Männer und Frauen) mit imperativem Harndrang, mit oder ohne Dranginkontinenz und mit dem Wunsch nach einer Behandlung ihrer überaktiven Blase (Overactive bladder, OAB) nahmen an der Studie teil. Die Erfassung der GSS-Werte erfolgte mittels standardisierten GSS-SF-Fragebogen. Ergebnis: Patienten mit imperativem Harndrang hatten im Vergleich zur Kontrollgruppe (n=125) deutlich häufiger höhere GSS-Gesamtwerte. Die Korrelation erstreckte sich auch auf stärkere OAB-Symptome und eine schlechtere gesundheitsbezogene Lebensqualität.

Quelle:  Lai HH et al. Journal of Urology 2026. https://doi.org/10.1097/JU.0000000000005061

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