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Bei steigenden Temperaturen steigt auch das kardiopulmonale Risiko

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Bei steigenden Temperaturen steigt auch das kardiopulmonale Risiko

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Atemwege

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Hohe Temperaturen belasten die Atemwege: der Sauerstoffbedarf steigt, durch hohe Luftfeuchtigkeit wird der Gasaustausch in der Lunge erschwert. Insbesondere Menschen mit interstitiellen Lungenerkrankungen (ILD) sind bei ansteigender Hitze gefährdet: Der erhöhte Sauerstoffbedarf kann von einer geschädigten Lunge nicht ausreichend kompensiert werden. So weist eine fibrotisch veränderte Lunge bereits unter Ruhebedingungen einen eingeschränkten Gasaustausch auf, der durch hitzebedingten erhöhten Sauerstoffbedarf und einer forcierten Atemtätigkeit rasch zu progredienter Dyspnoe, starker Erschöpfung und sinkender Belastbarkeit führen kann. Aber auch für COPD- und Asthmapatienten besteht ein erhöhtes gesundheitliches Risiko. Gefahren resultieren aus hitzeassoziierten Umweltfaktoren: Erhöhte Ozonwerte, Feinstaub und Waldbrandrauch verstärken pulmonale Entzündungsprozesse und können akute Exazerbationen von Asthma und COPD triggern. Eine weitere Gefährdung droht bei Hitzegewittern vor allem Allergikern und auch Asthmatikern, durch die Zunahme der Allergenkonzentration in der Luft. Platzen die Pollen, verringert sich deren Partikelgröße, sodass sie, ebenso wie ultrafeine Feinstaubpartikel, bis tief in die Lunge vordringen und dort Entzündungen auslösen können.

Empfehlungen für Ihre Patienten bei Hitze

Symptome genau beobachten und ernstnehmen: Atemnot, Erschöpfung, Ohnmacht, Verwirrtheit oder Brustschmerzen erfordern rasche medizinische Abklärung

Präventionspläne erstellen: Aktivitäten anpassen (in Früh- oder Abendstunden legen), für ausreichende Flüssigkeits- und Sauerstoffzufuhr sorgen, Notfallkonzepte erstellen (z.B. Betrieb von Sauerstoffgeräten bei Stromausfall sichern).

Medikation fortführen: Medikamente weiterhin nach Verordnung einnehmen und sachgemäß lagern; bei akuter Verschlechterung frühzeitig Arzt aufsuchen.

Quelle: Beitrag auf The Conversation As the temperature rises, so do the risks for people living with interstitial lung disease (Abruf am 26.07.2026)

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