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PFAS: Lipidsenker können Ausscheidung erhöhen

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PFAS: Lipidsenker können Ausscheidung erhöhen

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Unter der Bezeichnung Perfluoralkyl- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) wird eine sehr große Anzahl von Chemikalien (mehr als 10.000) zusammengefasst, von denen einige in der Umwelt aufgrund der extrem stabilen Kohlenstoff-Fluor-Bindung über Jahrtausende bestehen können. Sie finden häufig in Konsumgütern Verwendung, aber auch in Arzneimitteln und Medizinprodukten. Etliche Studien haben bereits PFAS im menschlichen Blut und Urin nachgewiesen; einige Strukturen wurden dabei auch mit gesundheitlichen Veränderungen in Verbindung gebracht, wie z.B. erhöhter Cholesterinspiegel, verminderter Antikörperreaktion auf Impfungen, Veränderungen des Leberenzyms. Im Vereinigten Königreich sind deshalb zwei PFAS-Vertreter – PFOS (Perfluoroctansulfonsäure) und PFOA (Perfluoroctansäure) – mittlerweile verboten.

Eine erste Pilotstudie mit 10 Personen, die mit PFAS kontaminiertem Trinkwasser ausgesetzt waren, lieferte nun wichtige Erkenntnisse: Zwei Lipidsenker konnten die Ausscheidung von PFAS signifikant erhöhen. Colesevelam senkte die Serumkonzentrationen von PFOS innerhalb von 12 Wochen um 38%, Cholestyramin erhöhte die serumadjustierten PFOS-Konzentrationen im Stuhl um das 23,1-Fache. Wer vom Einsatz dieser Lipidsenker profitieren könnte, wird derzeit von einem unabhängigen Expertenpanel geprüft.

Literatur:  Andersson AG et al. Environment International 2025; 204:109794. https://doi.org/10.1016/j.envint.2025.109794

Quelle:  Briefing Science Media Centre 2026

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