In der Behandlung des EGFR-mutierten, nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms wurde mit der ADAURA-Studie erstmals die adjuvante Therapie mit Osimertinib für die Stadien IB, II und IIIA untersucht und ein statistisch signifikanter Nutzen gegenüber der Beobachtung gezeigt. Für Patienten mit Hirnmetastasierung wurde der EGFR-TKI Zorifertinib entwickelt, der wie Osimertinib die Blut-Hirn-Schranke überwindet. In der EVERST-Studie wurden die Ansprechraten mit Zorifertinib gegenüber der Behandlung mit Gefitinib oder Erlotinib erhöht und die Dauer des Ansprechens verlängert. Ein ebenfalls speziell entwickelter EGFR-TKI ist Sunvozertinib, der zielgerichtet bei Tumoren mit EGFRExon20-Insertionsmutationen wirkt. Die einarmige WU-KONG6-Studie zeigte vielversprechende Ergebnisse mit Behandlungszeiten bis zu 19,2 Monaten und der längsten Ansprechdauer mit bisher 11,2 Monaten bei in 1–3 Therapielinien vorbehandelten Patienten. Während die zusätzliche Gabe von Pembrolizumab zu einer Chemotherapie bei Patienten mit TKI-resistentem, EGFR mutiertem, nicht-squamösem NSCLC keine signifikante Effektivität erreichte, könnte die Kombination für die Behandlung des Pleuramesothelioms eine Option sein. Insbesondere Patientinnen mit nicht-epithelialer Histologie profitierten von der zusätzlichen Checkpoint-Inhibitor-Gabe.
Weitere Beiträge zu diesem Thema

Junge Erwachsene mit Krebs – Herausforderungen in der Palliativmedizin
Die Diagnose einer unheilbaren Krebserkrankung bedeutet immer einen entscheidenden Einschnitt im Leben. Über die besonderen Belastungen und Bedürfnisse von jungen Krebspatienten haben wir mit Dr. Pia Heußner, leitende Oberärztin Psycho-Onkologie am Onkologischen Zentrum Oberland des Klinikums Garmisch-Partenkirchen und Murnau, gesprochen.

Expertise von interdisziplinären Tumorboards nutzen!
Die Behandlungsstandards des kolorektalen Karzinoms (CRC) sind stark im Fluss, so wurde die S3-Leitlinie bereits nach wenigen Monaten erneut aktualisiert (Version 3.1, März 2026).

Ernährung und Biofaktoren bei tumorassoziierter Fatigue und Depression
Aktuelle Daten lassen davon ausgehen, dass etwa 20 bis 40 % der Tumorpatienten bereits zum Zeitpunkt der Diagnosestellung Zeichen einer Mangelernährung aufweisen – abhängig von Tumorentität und Stadium. Im Verlauf fortgeschrittener Erkrankungen steigt dieser Anteil deutlich an.
