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Lymphadenopathie: Harmlose Abwehrreaktion oder Warnsignal?

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Lymphadenopathie: Harmlose Abwehrreaktion oder Warnsignal?

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Lymphadenopathie beschreibt eine abnorme Vergrößerung, veränderte Konsistenz oder vermehrte Zahl von Lymphknoten. Sie ist keine eigenständige Krankheit, vielmehr ein Symptom, das meist durch benigne Ursachen wie z.B. Infektionen (bakteriell, viral) ausgelöst wird. Möglich sind aber auch entzündliche Prozesse, Autoimmunerkrankungen oder maligne Neoplasien als Auslöser, die eine weitere, spezifische Diagnostik erfordern. Doch wie unterscheidet man, ob es nur eine harmlose Abwehrreaktion oder ein Warnsignal für eine ernste Erkrankung ist?

Sorgfältige Anamnese sowie körperliche Untersuchung sind essenziell für die diagnostische Abklärung. Dabei werden lokalisierte, meist reaktive Lymphknotenschwellungen von generalisierten Lymphadenopathien (Lymphknoten meist >1 cm) unterschieden; Knoten mit einer Größe von 1-1,5 cm können auf eine Systemerkrankung hindeuten. Sind keine weiteren Symptome vorhanden, genügt die Bestimmung der Entzündungsparameter (Differenzialblutbild, CRP, BSG, LDH) bzw. ggf. auch eine Ultraschalluntersuchung. Größere Knoten mit weiteren Symptomen wie Nachtschweiß und Gewichtsverlust erfordern eine erweiterte Diagnostik.   Ergeben Anamnese, körperliche Untersuchung und gezielte Diagnostik keinen Befund, muss zum Ausschluss eines Malignoms eine Biopsie erwogen werden.

Quelle: von Tresckow B. Dtsch Med Wochenschr 2025; 150(21): 1309-1313; doi: 10.1055/a-2635-5389

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