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Parkinson: PET-Tracer macht Prozesse erstmals im lebenden Gehirn sichtbar

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Parkinson: PET-Tracer macht Prozesse erstmals im lebenden Gehirn sichtbar

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Erkrankungen wie Parkinson oder Multisystematrophie (atypisches Parkinson-Syndrom), werden bislang oft erst spät sicher diagnostiziert. Ein Forschungsteam des Universitätsklinikums Tübingen hat jetzt in Zusammenarbeit mit Göttinger Wissenschaftlern und einem Biotechnologie-Unternehmen mit dem PET-Tracer einen neuen molekularen Marker entwickelt, der erstmals krankhafte Alpha-Synuclein-Ablagerungen im lebenden Gehirn sichtbar machen kann. Diese Ablagerungenspielen eine zentrale Rolle bei beiden Erkrankungen, da sie häufig schon Jahre vor den ersten Symptomen entstehen und daher als Biomarker gelten. Damit bietet sich die Chance für eine frühere und genauere Diagnose.

Der PET-Tracer ist eine schwach radioaktive Substanz, die dem Patienten injiziert wird und sich in krankhaftem Gewebe anreichert. Mittels eines Positronen-Emissions-Tomographen (PET) lässt sich sichtbar machen, wo und wie krankhafte Prozesse direkt im Gehirn ablaufen. Der Tracer wurde in mehreren Schritten chemisch optimiert, zuerst an Tiermodellen, dann folgten Untersuchungen bei Patienten. Erste Ergebnisse aus der vorklinischen Studie an 3 Patienten deuten darauf hin, dass sich unterschiedliche Krankheitsformen anhand charakteristischer Muster im Gehirn unterscheiden lassen.

Literatur: Sing Saw R et al. Sci Transl Med 2026;18:eaec0813.DOI:10.1126/scitranslmed.aec0813

Quelle: Pressemeldung Universitätsklinikum Tübingen

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