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Pflanzliche Allergene: Die Kraft der gebundenen Lipide

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Pflanzliche Allergene: Die Kraft der gebundenen Lipide

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Nahrungsmittelallergien sind in Deutschland weit verbreitet. Die Reaktionen auf bereits kleinste Mengen bestimmter Lebensmittel reichen von Hautsymptomen über Atembeschwerden bis hin zu lebensbedrohlicher Anaphylaxie. Manche Menschen reagieren dabei deutlich stärker auf pflanzliche Lebensmittel als andere. Auf die Frage, warum das so ist, fanden Wissenschaftler des Leibniz Lungenzentrums eine Antwort. Sie zeigten, dass nicht nur allergieauslösende Proteine eine Rolle spielen, sondern vielmehr an die Proteine gebundene Lipide die Aktivierung allergierelevanter Immunzellen und damit auch die Reaktion deutlich verstärken.

Im Fokus steht dabei ein Lipidtransferprotein (LTP) aus der gelben Lupine (Lupinus luteus). LTPs gehören zu den wichtigsten Auslösern schwerer pflanzlicher Nahrungsmittelallergien und sind z.B. in Erdnüssen, Lupinensamen und verschiedenen Früchten zu finden. Besonders Lupinensamen gewinnen zunehmend an Bedeutung, da sie immer häufiger als pflanzliche Proteinquelle in Lebensmitteln eingesetzt werden. Lupinen-LTP bindet gezielt an bestimmte Lipide, wodurch sich die Wechselwirkung des Proteins mit Zellmembranen verändert. Folge: allergierelevante Immunzellen, vor allem weiße Blutkörperchen, werden besonders effektiv aktiviert.

Literatur: Jappe U et al. Sci Rep 2026; 16: 18352. https://doi.org/10.1038/s41598-026-55182-9

Quelle: Pressemitteilung Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum

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