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Piriformis-Syndrom: Seltene und heterogene Ischialgie-Variante

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Piriformis-Syndrom: Seltene und heterogene Ischialgie-Variante

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Ischialgien beschreiben Schmerzzustände im Bereich des Nervus ischiadicus, meist durch Reizung der Nervenwurzeln hervorgerufen. Ursache sind häufig degenerative Veränderungen der Wirbelsäule, wie z.B. ein Bandscheibenvorfall. Aber auch muskuläre Probleme können eine Ischialgie auslösen, allerdings deutlich seltener, wie z.B. beim Piriformis-Syndrom (PS, geschätzte Prävalenz ca. 0,3-6%), bei der der verspannte oder verkürzte Musculus piriformis den Ischiasnerv im Beckenbereich reizt. Typisch sind tiefsitzende Gesäßschmerzen, die oft ins Bein ausstrahlen, häufig Zunahme der Beschwerden im Sitzen, Druckschmerz im Bereich der Incisura ischiadica major sowie Schmerzen bei Verspannungen des Musculus piriformis

Typisch heißt allerdings nicht spezifisch, wie eine aktuelle systematische Literaturübersicht ergab. In die Analyse wurden 212 identifizierte PS-Fallberichte (117 Frauen, 95 Männer, Durchschnittsalter 43,6 ± 14,8), die zwischen1980 und 2024 veröffentlicht wurden, in einer Datenbank gesammelt und analysiert. Ergebnis: In mehr als der Hälfte der Fälle ließen sich anamnestisch keine auslösenden Faktoren identifizieren. Die meisten Verdachtsdiagnosen stützten sich neben der Symptomatik auch auf den Ausschluss spinaler Ursachen (meist mittels intrapelvischem MRT).

Quelle: Monteleone G et al. BMC Surg. 2025;25(1):468. doi: 10.1186/s12893-025-03202-2.

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