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Prädiabetes: Präzisere Risikoabschätzung durch blutbasierte epigenetische Marker

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Prädiabetes: Präzisere Risikoabschätzung durch blutbasierte epigenetische Marker

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Prädiabetes ist eine heterogene Stoffwechselstörung, die durch eine abnorme Nüchternglukose und/oder eine gestörte Glukosetoleranz gekennzeichnet ist.

Als Vorstufe von Typ-2-Diabetes (T2D) bietet Prädiabetes ein wichtiges Zeitfenster, um der T2D-Entwicklung gezielt vorzubeugen. Früh einsetzende Lebensstil-Interventionen können das Fortschreiten der Stoffwechselstörung bremsen oder sogar eine Remission ermöglichen. Entscheidend dafür ist jedoch eine verlässliche Risikoabschätzung, die allerdings aufgrund der heterogenen Stoffwechsellage bei Prädiabetes erschwert ist. Abhängig von den verursachenden Faktoren wurden 6 verschiedene Cluster identifiziert (Tübinger Diabetes-Risikocluster), die sich in ihrem Risiko für die Entwicklung von T2D, Folgeerkrankungen sowie in ihrer Stoffwechsellage deutlich unterscheiden (s. Kasten) Diese detaillierte Klassifikation ist wichtig, jedoch für die klinische Routine zu aufwändig.

Wissenschaftler des DZD* haben daher nach einer Lösung gesucht, wie sich die Risikogruppen einfacher identifizieren lassen. Zusammen mit Partnerinstituten konnten sie jetzt KI-gestützt 1.557 epigenetische Marker im Blut identifizieren, die in der Lage waren, Personen den Hochrisiko-Clustern mit einer Genauigkeit von rund 90% zuzuordnen.

      Niedriges Diabetesrisiko (Cluster 1, 2, 4)   Cluster 1 (Gesunde Subtypen): Personen mit geringem Risiko für Diabetes oder Folgekomplikationen  
Cluster 2 (Gesunde Subtypen): analog Cluster 1, aber vorwiegend schlanke Personen, gesunder Stoffwechsel  
Cluster 4 (Übergewichtig, aber gesund): übergewichtige Personen, Stoffwechsel ist jedoch relativ gesund, gute Insulinsensitivität sowie adäquate Insulinsekretion
    Erhöhtes Diabetesrisiko (Cluster 3, 5, 6) Cluster 3 (Insulinmangel): Personen mit zu niedriger Insulinproduktion.  
Cluster 5 (Fettleber & Insulinresistenz): Personen mit ausgeprägter Fettleber und starker Insulinresistenz  
Cluster 6 (Hohes Nierenschaden-Risiko): bereits vor der eigentlichen Diabeteserkrankung erhöhtes Risiko für Nierenschäden und eine höhere Sterblichkeit

Literatur: Singh A. et al. Biomark Res 2026;14, 19. https://doi.org/10.1186/s40364-025-00887-8

Quelle: Presseinformation *Deutsches Zentrum für Diabetesforschung (DZD)

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