Allgemeinmedizin » Schmerz

»

Rauchen: Vermeidbare Gefahr für die Augengesundheit

© Pormezz - stock.adobe.com

Quelle: © Pormezz - stock.adobe.com

Rauchen: Vermeidbare Gefahr für die Augengesundheit

Aktuelles

Allgemeinmedizin

Atemwege, Schmerz

mgb medizin Redaktion

Verlag

2 MIN

Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Viele Augenkrankheiten entwickeln sich schleichend. Doch wer raucht, beschleunigt diese Prozesse massiv. Die vielen giftigen Substanzen im Tabakrauch greifen fast alle Strukturen des Auges an, beeinträchtigen die Durchblutung in den feinen Gefäßen, fördern Entzündungen, schädigen Zellen des Sehnervs und erhöhen den oxidativen Stress. Bei bis zu 20% aller neuen Erblindungen ab dem 50. Lebensjahr ist Rauchen die Ursache. Studien zeigen zudem, dass Rauchen das Risiko für schwere Augenerkrankungen wie altersabhängige Makuladegeneration (AMD), Grünen Star und Gefäßverschlüsse z.T. um das Zwei- bis Vierfache erhöht. Auch Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft rauchen, entwickeln häufiger Augenfehlbildungen und Sehstörungen. Die Gefahr für das Sehvermögen wird jedoch deutlich unterschätzt, warnt die DOG-Expertin Prof. Dr. Teresa Barth. So reichen bereits wenige Zigaretten am Tag aus, um messbare Schäden zu verursachen. Die gute Nachricht: Rauchen gehört zu den vermeidbaren Risiken! Rauchstopp reduziert das Risiko sofort und nachhaltig – und lohnt sich in jedem Alter. Insbesondere bei AMD wird das Fortschreiten der Erkrankung und die Entwicklung in höhergradige Stadien nachweislich verzögert. Wer schwer tabakabhängig ist und aufhören möchte, bekommt Unterstützung von den Krankenversicherungen.

Literatur: Barth T et al. Die Ophthalmologie 2025. doi:10.1007/s00347-025-02299-3.

Quelle: Pressemeldung Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V. DOG

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Auf dem Foto hält ein junger Arzt eine Klemmbrett und spricht mit einem älteren Patienten.

Biomarkernachweis positiv

Fachbeitrag

Ein positiver Nachweis von Biomarkern für Alzheimer bei leichter kognitiver Störung erfordert in der Aufklärung Expertise und Behutsamkeit.

Allgemeinmedizin

Psyche und Nerven

Beitrag lesen
Auf dem Bild ist ein Gruppentherapiesetting dargestellt, Menschen sitzen im Kreis auf Stühlen.

Körperbezogene Stressprävention mit Funktioneller Entspannung

Fachbeitrag

Stressprävention mit Funktioneller Entspannung ist ein körperbezogener manualisierter Ansatz und ergänzt bestehende Präventionsangebote. Das Konzept des Manuals sowie erste klinische Anwendungen werden vorgestellt.

Allgemeinmedizin

Psyche und Nerven

Beitrag lesen
© pathdoc – stock.adobe.com

Update Migräne: Bewährte und neue Behandlungsstrategien

Fachbeitrag

Migräne ist häufig, betrifft aber besonders Frauen. Der Überblick zeigt aktuelle Akut- und Prophylaxestrategien: Triptane bleiben erste Wahl, bei kardiovaskulären Risiken kann Lasmiditan eine Option sein. Gepante wie Rimegepant und Atogepant sowie CGRP-Antikörper erweitern die Therapie. Mit PACAP-Hemmern wie Bocunebart rückt zudem ein neuer Signalweg in den Fokus.

Allgemeinmedizin

Psyche und Nerven

Beitrag lesen