Allgemeinmedizin » Impfen und Infektionen

»

Schwere Infektionen: S3-Leitlinie zum Einsatz von Reserveantibiotika erschienen

© Kateryna_stock.adobe.com

Quelle: © Kateryna_stock.adobe.com

Schwere Infektionen: S3-Leitlinie zum Einsatz von Reserveantibiotika erschienen

Aktuelles

Allgemeinmedizin

Impfen und Infektionen

mgb medizin Redaktion

Verlag

1 MIN

Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Die Zahl der Bakterien, die gegen gängige Antibiotika resistent sind, steigt weltweit. Zur Bekämpfung multiresistenter Keime ist ein umsichtiger und gezielter Einsatz von Reserveantibiotika erforderlich. Umsichtig, um einerseits dem Patienten bestmögliche Heilungschancen zu bieten, andererseits aber auch die Reserveantibiotika sinnvoll und ressourcenschonend einzusetzen. Die S3-Leitlinie zur „Antibiotikatherapie schwerer Infektionen mit multiresistenten Bakterien“ soll bei der gezielten Behandlung mit Reserveantibiotika unterstützen. Die Leitlinie richtet sich primär an Klinikärzte, die auf Intensivstationen schwerstkranke Patienten behandeln. Sie gibt Hinweise darauf, welche Erreger für welchen Wirkstoff empfänglich sind und wie sich das anhand von mikrobiologischen Tests vorhersagen lässt. Und das Erregerspektrum ist groß: Allein die Gruppe der multiresistenten gram-negativen Erreger umfasst rund 100 verschiedene Bakterien mit etwa 10.000 unterschiedlichen Resistenzmechanismen. Hinzu kommen andere Bakterienarten mit den ihnen eigenen Resistenzen. Demgegenüber stehen neue oder kombinierte Wirkstoffe, die teils ein enges Wirkspektrum haben und nur für sehr spezifische Einsatzbereiche geeignet sind. 

Weitere Informationen zur S3-Leitlinie Antibiotikatherapie schwerer Infektionen mit multiresistenten Bakterien unter: AWMF Leitlinienregister

AWMF Leitlinienregister

Quelle: Presseinformation Ruhr-Universität Bochum RUB

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Arzt mit Patientin

Fünf Prinzipien für eine zukunftsfähige Primärversorgung

Berufspolitik

Die DEGAM fordert eine Primärversorgung, die Hausarztpraxen als erste Anlaufstelle stärkt, Patientinnen und Patienten verlässlich begleitet und Versorgung im Team organisiert. Dafür braucht es klare Zuständigkeiten, eine bedarfsgerechte Vergütung und eine tragfähige digitale Infrastruktur.

Allgemeinmedizin

Beitrag lesen
Symbolbild Prävention

Prävention braucht Evidenz – und bessere Lebensbedingungen

Berufspolitik

Nicht mehr Screenings, sondern wirksame Prävention: Die DEGAM fordert, Maßnahmen konsequent an Evidenz und individuellem Risiko auszurichten – und zugleich die Lebensverhältnisse politisch gesundheitsförderlich zu gestalten.

Allgemeinmedizin

Beitrag lesen
Ärztin am Laptop

Digitale Ersteinschätzung: Wann sinnvoll?

Berufspolitik

Digitale Ersteinschätzung kann Akutversorgung strukturieren – sie ersetzt aber keine hausärztliche Beurteilung. Die DEGAM fordert klare Versorgungspfade, menschliche Steuerung und systematische Evaluation.

Allgemeinmedizin

Beitrag lesen