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Sepsis: Gestörter Stoffwechsel der Killerzellen schwächt Immunabwehr

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Sepsis: Gestörter Stoffwechsel der Killerzellen schwächt Immunabwehr

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Sepsis zählt zu den schwersten medizinischen Notfällen. Ist eine akute Erkrankung überstanden, bleibt bei vielen Betroffenen dennoch ein hohes Risiko für weitere Infektionen. Deutsche Forscher haben nun einen Mechanismus identifiziert, der diese Immunschwäche erklären könnte. Dabei spielen natürliche Killerzellen (NK-Zellen) eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von Krankheitserregern. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass diese Zellen nach einer Sepsis wochenlang in ihrer Funktion erheblich eingeschränkt sind, insbesondere bei Patienten, die im weiteren Verlauf der Behandlung zusätzlich eine Krankenhausinfektion entwickelten. Sie konnten weiter nachweisen, dass die Ursache für diesen Verlust der NK-Zellen zur wirksamen Immunabwehr in einer gestörten Anpassung des Stoffwechsels der NK-Zellen liegt: Bei einer Sepsis wird das Protein mTORC1 nicht ausreichend aktiviert – ein Protein, das die NK-Zellen zur Produktion von Interferon-gamma benötigen, um bakterielle Infektionen zu bekämpfen. In einem experimentellen Ansatz konnten die Forscher zeigen, dass sich die gestörte Stoffwechselfunktion der NK-Zellen möglicherweise verbessern lässt: Durch Hemmung des Stoffwechselregulators (AMPK) wurde mTORC1 wieder aktiv und die Abwehrfunktion der NK-Zellen setzte wieder ein.

Literatur: van der Wurff A et al. eBioMedicine 2026; 129: 106345. https://doi.org/10.1016/j.ebiom.2026.106345

Quelle: Meldung aus der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und der Universitätsmedizin Essen

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