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Tätowierungen: Farbpigmente verändern Immunantwort auf Impfungen

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Tätowierungen: Farbpigmente verändern Immunantwort auf Impfungen

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Zahlreiche Studien bekräftigen die gesundheitlichen Bedenken von Tätowierungen. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem die Toxizität der Tattoo-Farbe. Dass die Farbpigmente auch die Immunantwort auf Impfungen beeinflussen können, ist dagegen noch nicht so gut erforscht. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass die Aufnahme der Tattoofarbe durch die Lymphknoten (LN) in erster Linie durch medulläre Makrophagen erfolgt. Trotz der zentralen Rolle der LN bei der Entwicklung geeigneter Immunantworten sind die Mechanismen aber noch weitgehend unklar.

US-Forscher haben am Mausmodell beobachtet, dass Farbpigmente auch noch zwei Monate nach dem Tätowieren in phagozytischen Zellen zurückgehalten werden und eine ausgeprägte und langfristige Entzündungsreaktion auslösen.

Darüber hinaus konnten sie zeigen, dass Farbpigmente an der Impfstelle die Immunantwort impfstoffspezifisch modulierten: So beobachteten sie einerseits eine verringerte Antikörperantwort nach Impfung mit einem mRNA-basierten Coronavirus-2-Impfstoff (SARS-CoV-2), der mit einer verminderten Expression des Spike-Proteins in Makrophagen im drainierenden LN assoziiert war. Andererseits wurde die Wirkung des UV-inaktivierten Influenza-Impfstoffs durch rote und schwarze Farbpigmente verstärkt.

Quelle: Capucetti A et al. Proc. Natl. Acad. Sci. U.S.A. 2025; 122 (48): e2510392122, https://doi.org/10.1073/pnas.2510392122 

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