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Typ-1-Diabetes: Neue Therapie verzögert Diabetes, bevor er beginnt

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Typ-1-Diabetes: Neue Therapie verzögert Diabetes, bevor er beginnt

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Mit dem Wirkstoff Teplizumab steht seit Anfang 2026 in der EU erstmals eine Therapie zur Verfügung, die bei Menschen (ab 8 Jahren) im Frühstadium eines Typ-1-Diabetes (Stadium 2) das Fortschreiten zur klinisch manifesten Erkrankung (Stadium 3) deutlich hinauszögern kann.1 In Stadium 2 sind die Blutzuckerwerte schon auffällig, da das Immunsystem bereits insulinproduzierende Zellen der Bauchspeicheldrüse (Betazellen) zerstört hat. Die Betroffenen zeigen jedoch noch keine Diabetes-Symptome. Wird ihnen in diesem Stadium Teplizumab verabreicht, bleiben sie im Durchschnitt weitere zwei bis drei Jahre symptomfrei und müssen erst dann mit einer Insulintherapie beginnen.2

Der Wirkstoff ist ein monoklonaler Antikörper, der an CD3 auf der Oberfläche von T-Zellen bindet. Wie eine Studie mit 76 Erwachsenen und Kindern ab 8 Jahren mit Typ-1-Diabetes im Stadium 2 zeigte, wird dadurch die Aktivität der T-Zellen so verändert, dass die Zerstörung von Betazellen verlangsamt und damit das Fortschreiten der Erkrankung hinausgezögert wird. Nach einem einzelnen 14-tägigen Behandlungszyklus betrug die durchschnittliche Zeit bis zum Fortschreiten zum Stadium 3 bei Personen, die mit dem Antikörper behandelt wurden, etwa 50 Monate, verglichen mit etwa 25 Monaten bei jenen, die Placebo erhielten. 2

Quellen:

1 Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin DGIM

2 European Medicines Agency EMA ; Teizeild, INN- teplizumab

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