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Xerophthalmie: Vorboten von Autoimmunerkrankungen?

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Xerophthalmie: Vorboten von Autoimmunerkrankungen?

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Xerophthalmie ist eine krankhafte Austrocknung der Binde- und Hornhaut, meist verursacht durch Vitamin-A-Mangel. Nachtblindheit ist häufig das erste Anzeichen. Im weiteren Verlauf kommt es zu Auflagerungen auf der Bindehaut (Bitot-Flecken). Aufgrund der unzureichenden Versorgung sowie des fehlenden antibakteriellen Schutzes durch die Tränenflüssigkeit, treten in fortgeschrittenen Verlaufsformen Entzündungen (Konjunktivitis, Keratitis) auf. Folgekomplikationen wie Hornhautulzerationen können unbehandelt zu irreversiblen Hornhautschäden (Keratomalazie) und Erblindung führen.

Trockene Augen treten auch häufig im Zusammenhang mit dem Sjögren-Syndrom, einer chronischen Autoimmunerkrankung, auf, die primär die Speichel- und Tränendrüsen angreift, was zu starker Mund- und Augentrockenheit führt. Xerophthalmie ist aber nicht nur auf das Sjögren-Syndrom beschränkt, sondern vielmehr ein Symptom, das mit vielen anderen Autoimmunerkrankungen assoziiert ist. Sie gilt als häufigste okuläre Manifestation von Autoimmunerkrankungen. Taiwanesische Forscher haben jetzt frühere Ergebnisse bestätigt, wonach trockene Augen meist mehrere Jahre vor der assoziierten Autoimmunerkrankung auftreten und je nach Entität unterschiedliche Prävalenz zeigen (höchste Prävalenz bei Sjögren-Syndrom 81,3%, niedrigste Prävalenz bei Morbus Crohn 23%). Den Autoren zufolge bieten die Ergebnisse Ansatzpunkte für frühzeitigere Diagnose.

Quelle: Chen N et al.  JAMA Netw Open 2026;9(2):e2560275. doi:10.1001/jamanetworkopen.2025.60275 

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