Allgemeinmedizin » Impfen und Infektionen

»

Zecken & FSME: Gefahr für ungeimpfte Personen steigt weiter an

© Andreas Koch - stock.adobe.com

Quelle: © Andreas Koch - stock.adobe.com

Zecken & FSME: Gefahr für ungeimpfte Personen steigt weiter an

Aktuelles

Allgemeinmedizin

Impfen und Infektionen

mgb medizin Redaktion

Verlag

1 MIN

Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Mit der gestiegenen Verbreitung und der ganzjährigen Aktivität der Zecken in Deutschland steigt auch die Zahl der Personen, die an der von Zecken übertragenen Hirnhautentzündung (Frühsommer-Meningoenzephalitis,FSME) erkranken. 2025 könnte die Zahl einen neuen Rekordwert erreicht haben. Und auch in Zukunft ist mit immer weiter steigenden Erkrankungszahlen zu rechnen, so die Prognose zweier Experten der Universität Hohenheim. Sie stützen sich dabei sowohl auf die 25 Jahre FSME-Statistik als auch auf aktuelle Untersuchungen. Die Zahlen der noch nicht abgeschlossenen Auswertung zeigen auch, wie sehr sich das natürliche Infektionsrisiko insbesondere bei ungeimpften Personen gesteigert hat.

Die Beobachtung der gesamten Epidemiologie und Ökologie der Erkrankung
obliegt dem nationalen Konsiliarlabor für FSME, ebenso wie die Prüfung unklarer FSME-Diagnosen. Für 2025 gelten 693 FSME-Fälle als gesichert. Dazu kommen noch 100 in Prüfung befindliche Verdachtsfälle. Den Experten zufolge ist ein ansteigender Trend in allen Bundesländern zu beobachten. Als einer der wichtigsten Gründe für den weiteren Anstieg gilt dabei der Klimawandel. In den Risikogebieten liegt die Wahrscheinlichkeit für eine FSME-Infektion nach einem Zeckenstich bei 1:50 bis 1:100.

Quelle: Pressemitteilung Universität Hohenheim

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Arzt mit Patientin

Fünf Prinzipien für eine zukunftsfähige Primärversorgung

Berufspolitik

Die DEGAM fordert eine Primärversorgung, die Hausarztpraxen als erste Anlaufstelle stärkt, Patientinnen und Patienten verlässlich begleitet und Versorgung im Team organisiert. Dafür braucht es klare Zuständigkeiten, eine bedarfsgerechte Vergütung und eine tragfähige digitale Infrastruktur.

Allgemeinmedizin

Beitrag lesen
Symbolbild Prävention

Prävention braucht Evidenz – und bessere Lebensbedingungen

Berufspolitik

Nicht mehr Screenings, sondern wirksame Prävention: Die DEGAM fordert, Maßnahmen konsequent an Evidenz und individuellem Risiko auszurichten – und zugleich die Lebensverhältnisse politisch gesundheitsförderlich zu gestalten.

Allgemeinmedizin

Beitrag lesen
Ärztin am Laptop

Digitale Ersteinschätzung: Wann sinnvoll?

Berufspolitik

Digitale Ersteinschätzung kann Akutversorgung strukturieren – sie ersetzt aber keine hausärztliche Beurteilung. Die DEGAM fordert klare Versorgungspfade, menschliche Steuerung und systematische Evaluation.

Allgemeinmedizin

Beitrag lesen