Die DERM Alpin in Salzburg hat sich als inspirierender Treffpunkt etabliert, der den Blick konsequent über die eigene Fachgrenze hinaus lenkt. Mit ihrer sechsten Auflage setzt die Tagung den interdisziplinären Austausch fort und bringt Dermatologie, Allgemeinmedizin sowie angrenzende Fachgebiete in einem intensiven fachlichen Miteinander zusammen.
Der medizinische Fortschritt ist ein Gemeinschaftsprojekt. Doch in Zeiten zunehmender Spezialisierung verengen wir oft den Blick auf unser enges Fachgebiet. Die DERM Alpin in Salzburg verfolgt einen anderen Ansatz: Sie bringt zusammen, was im Praxisalltag Hand in Hand gehen sollte. Wir haben bei den Expertinnen und Experten hinter der Veranstaltung nachgefragt, was den Kongress im Einzelnen so besonders macht.
Warum ist der Blick über Grenzen hinaus wichtig, wenn es um medizinischen Fortschritt geht?
Prof. Dr. Klaus Fritz, Mitorganisator der Tagung, erklärt: „Fortschritt geht nicht nur über Fachgrenzen, sondern selbstverständlich auch über Landesgrenzen hinweg.“ Während die Versorgung vor Ort regional bleibt, mangelt es in der deutschsprachigen Kongresslandschaft oft an Tagungen, die diese Grenzen aktiv überschreiten. „Wir wollen beide Grenzen durchbrechen – das ist neu, auch wenn es einfach klingt“, so Fritz. Die DERM Alpin führt Dermatologen, Gynäkologen, plastische Chirurgen, Allgemeinmediziner und Internisten an einen Tisch. Hier zählt nicht die Hierarchie, sondern der fachliche Diskurs auf höchstem Niveau zwischen Ordinarien, Niedergelassenen und dem medizinischen Nachwuchs.
Weshalb setzt die DERM Alpin in Zeiten der Spezialisierung auf fachübergreifenden Input?
OMR Dr. Johannes Neuhofer, ebenfalls Mitorganisator, sieht in der zunehmenden medizinischen Detailtiefe einen Nachteil mit Blick auf eine ganzheitliche Versorgung: „Spezialisierungen haben uns zwar in Bereichen hohe Qualität gebracht, aber den Blickwinkel auf das große Ganze verengt.“ Oft ist für den Therapieerfolg Voraussetzung, das fachliche Umfeld inklusive psychologischer Aspekte im Blick zu haben. Die DERM Alpin setzt genau hier an: „Wir erweitern den ärztlichen Blick, indem wir angrenzende Fächer im breiten, praktischen Kontext darstellen.“ Das Ziel ist es, die Diagnostik und Therapie durch den Austausch zwischen den Disziplinen nachhaltig zu verbessern.
Was erwartet uns dieses Jahr in Salzburg? Was ist neu? Was besonders?
Organisationschefin Bettina Wasner-Neuhofer berichtet: „Es freut uns sehr, den Bogen noch weiter zu spannen und die DERM Alpin um die Fächer HNO, Interne, Orthopädie, Pädiatrie sowie die Sexualmedizin zu erweitern.“ Damit nicht genug: Auch das unternehmerische Fundament kommt nicht zu kurz. Themen wie Praxisgründung, Businesspläne, Mitarbeiterführung sowie die optimale Patientenansprache über soziale Medien werden in dedizierten Vorträgen und Workshops behandelt. „Es ist ein rundum abwechslungsreiches Programm für alle, die über den Tellerrand hinausschauen möchten“, so Wasner-Neuhofer.
Wir sehen uns in Salzburg
Ein Kongress ist mehr als die Summe seiner Vorträge. Es ist der informelle Austausch in den hellen Räumen des Salzburger Kongresszentrums, der aus Wissen echte Erfahrung macht. Wir als Medienpartner freuen uns darauf, vor Ort mit unseren Leserinnen und Leser in den fachlichen Dialog zu treten.
(s.mack@mgo-medizin.de)
DERM Alpin 2026
16. – 18. Oktober 2026
Congress Salzburg (Österreich)
Kontakt: Bettina Wassner-Neuhofer
Tel. +43 664 504 48 10
E-Mail: info@derm-alpin.com





