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3R-Forschung in der Dermatologie ausgezeichnet

Aerzteteam zeigt gemeinsam den Daumen nach oben als Symbol dafuer, dass 3R Forschung in der Dermatologie ausgezeichnet wurde

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3R-Forschung in der Dermatologie ausgezeichnet

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: DermaForum

Prof. Dr. Birgit Schittek erhält den DFG-Händel-Tierschutzpreis für hochinnovative 3D-Hautmodelle, die komplexe Entzündungsprozesse und Melanome ohne Tierversuche präzise simulieren.

Als Leiterin der Arbeitsgruppe Experimentelle Dermatologie an der Universitäts-Hautklinik Tübingen verknüpft die promovierte Biologin und habilitierte Molekularmedizinerin Prof. Dr. Birgit Schittek biologische Grundlagenforschung mit dermatologischer Praxis, indem sie die molekularen Mechanismen von Hautkrebs und chronischen Entzündungsprozessen erforscht.

Auszeichnung mit dem Tierschutzpreis

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den diesjährigen, mit insgesamt 80.000 Euro dotierten Ursula M. Händel-Tierschutzpreis an zwei Wissenschaftlerinnen verliehen, deren translationale Forschung das 3R-Prinzip (Replace, Reduce, Refine) im Laboralltag maßgeblich vorantreibt. Die Auszeichnung geht zu gleichen Teilen an die Molekularmedizinerin Prof. Dr. Birgit Schittek (Universität Tübingen) und die Tiermedizinerin Prof. Dr. Christa Thöne-Reineke (FU Berlin).

Hoher medizinischer Nutzen: Organotypische 3D-Modelle revolutionieren die dermatologische Forschung

Für die Fachwelt der Dermatologie ist insbesondere die Arbeit von Prof. Birgit Schittek, Leiterin der Arbeitsgruppe Experimentelle Dermatologie an der Universitäts-Hautklinik Tübingen, von direktem Nutzen. Ihr ist es gelungen, technisch hochentwickelte, organotypische 3D-Hautkulturmodelle zu etablieren.

Diese Modelle erlauben es, komplexe pathophysiologische Prozesse in vitro zu simulieren:

  • Sowohl chronisch-entzündliche Hauterkrankungen als auch die molekularen und zellulären Mechanismen der Hautkrebsentstehung, Metastasierung und Therapieresistenzentwicklung bei Melanomen lassen sich an den Modellen exakt darstellen.
  • Im Gegensatz zu klassischen Tierversuchen, deren Ergebnisse aufgrund von Speziesunterschieden oft nur bedingt auf den Menschen übertragbar sind, bieten die humanen 3D-Modelle eine hohe translationale Aussagekraft. Schittek stellt diese Modelle im Rahmen von DFG-Sonderforschungsbereichen (SFB/Transregio) auch anderen Arbeitsgruppen zur Verfügung, um dermatologische Fragestellungen breit und ohne Tierverbrauch zu erforschen.

Objektive Belastungsmessung durch KI

Die Co-Preisträgerin Prof. Christa Thöne-Reineke (Institut für Tierschutz, Tierverhalten und Versuchstierkunde der FU Berlin) wird für ihr Lebenswerk im Bereich des Refinements (Verbesserung des Tierwohls) geehrt. Sie entwickelte unter anderem KI-gestützte, nichtinvasive Verfahren, die Verhaltensparameter und physische Reaktionen von Versuchstieren ohne belastende Eingriffe objektiv messbar machen. Dies trägt entscheidend dazu bei, verbleibende tierexperimentelle Ansätze in der präklinischen Forschung maximal schonend zu gestalten und die Datenqualität zu optimieren.

Die feierliche Verleihung des höchstdotierten deutschen Forschungspreises dieser Art findet am 2. Oktober 2026 in Berlin statt.

Quelle: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). (2026, 2. Juli). Händel-Tierschutzpreis an Christa Thöne-Reineke und Birgit Schittek [Pressemitteilung].

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