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Familiäre Krankheitslast bei CSU

Haende halten schuetzend Papierfamilie als Symbol fuer familiaere Krankheitslast bei chronischer spontaner Urtikaria CSU

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Familiäre Krankheitslast bei CSU

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mgb medizin Redaktion

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Erschienen in: derma aktuell

Chronische spontane Urtikaria (CSU) belastet auch das soziale Umfeld. Eine internationale Studie erfasste nun systematisch mittels FDLQI die Auswirkungen auf die Lebensqualität von Angehörigen und Pflegepersonen.

Die chronische spontane Urtikaria (CSU) ist als belastende Erkrankung bekannt, die nicht nur die Patientinnen und Patienten selbst, sondern auch deren psychosoziales Umfeld beeinträchtigt. Bisher lagen jedoch nur begrenzte Daten über das Ausmaß der Belastung für Familienmitglieder und Pflegepersonen vor. Ziel dieser internationalen Studie war es, die Auswirkungen der CSU auf die Lebensqualität der Angehörigen mittels des Family Dermatology Life Quality Index (FDLQI) systematisch zu erfassen.

Es handelte sich um eine querschnittliche, multizentrische internationale Studie, die zwischen Januar und Dezember 2024 durchgeführt wurde. Die Datenerhebung erfolgte an spezialisierten Urticaria Centres of Reference and Excellence (UCARE) in insgesamt 12 Ländern, darunter Brasilien, China, Indien, die Türkei und Polen. Zur Analyse der Zusammenhänge zwischen Krankheitsschwere, Krankheitskontrolle und der familiären Belastung wurden nichtparametrische Tests sowie multiple Regressionsmodelle angewandt.

Die Studie zeigt signifikante Auswirkungen auf das Umfeld der Patienten: Eine unzureichend kontrollierte CSU führt zu einer deutlichen Verschlechterung der Lebensqualität der Angehörigen, insbesondere in emotionalen, physischen und sozialen Bereichen. Hohe Krankheitsschwere und niedrige Kontrollwerte korrelieren direkt mit erhöhtem Stress, einer höheren Pflegebelastung und steigenden Gesundheitsausgaben. Während unzureichende Behandlungsregime die Belastung verstärken, wirken ein höheres Alter der Beteiligten sowie eine längere Zeitspanne seit der Diagnose (Adaptionseffekt) abmildernd auf die negativen Auswirkungen. Die unzureichende Kontrolle der CSU verstärkt die Belastung für das familiäre System erheblich.

Die Ergebnisse unterstreichen laut den Forschenden die Notwendigkeit für effektivere Behandlungsstrategien und supportive Versorgungsansätze, die über die rein symptomatische Behandlung der Patientinnen und Patienten hinausgehen.

Redaktion (sma)

Quelle: Abdalla, B. M. Z. et al. (2026). Family quality-of-life burden in chronic spontaneous urticaria: A multicentre study. Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology. https://doi.org/10.1111/jdv.70290

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