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American Heart Association bewertet hochverarbeitete Lebensmittel

American Heart Association bewertet hochverarbeitete Lebensmittel

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Erschienen in: herzmedizin

Die AHA hat den Zusammenhang zwischen dem Konsum hochverarbeiteter Lebensmittel und gesundheitlichen Risiken bewertet und Handlungsoptionen für Forschung und Regulierung aufgezeigt.

US-Amerikaner speisen ihre tägliche Energiezufuhr zu mehr als 50 % aus hochverarbeiteten Lebensmitteln (ultraprocessed foods, UPFs). In Deutschland ist der UPFs-Konsum mit einem Anteil von 40 % an der täglichen Energiezufuhr etwas geringer, aber ebenfalls hoch.

Laut der gängigen NOVA-Klassifikation handelt sich bei UPFs um industriell hergestellte Lebensmittelprodukte, die unterschiedliche Zusätze enthalten: u.a. Zucker, Salz und gesättigte Fette in höheren Mengen sowie Geschmacksverstärker und auch Zusatzstoffe ohne kulinarischen Nutzen wie gehärtete Öle, modifizierte Stärken und Proteinisolate. Viele UPFs weisen eine geringe Nährstoffqualität auf, und der Kaloriengehalt ist hoch.

Hohe Evidenz für UPFs-assoziierte Gesundheitsrisiken

Die American Health Association konstatiert: Ein regelmäßiger hoher Konsum von UPFs ist mit ungünstigen kardiometabolischen Folgen assoziiert. Das ist für Myokardinfarkt, Schlaganfall, Adipositas, chronische Entzündungsreaktionen, Typ-2-Diabetes und vaskuläre Komplikationen in Beobachtungsstudien konsistent dokumentiert. Die AHA verweist auf einen aktuellen Umbrella-Review, in dem14 Metaanalysen mit einem Datenpool von insgesamt fast 10 Millionen Studienteilnehmern berücksichtigt wurden. Danach ist eine Assoziation mit UPFs überzeugend belegt für kardiovaskuläre Mortalität, hochgradig wahrscheinlich für Typ-2-Diabetes und Adipositas sowie wahrscheinlich für kardiovaskuläre Morbidität. Bei hohem UPF-Konsum war das Risiko mit Blick auf kardiometabolische Outcomes um 25 bis 58 % erhöht.

Die dokumentierten gesundheitsschädlichen Auswirkungen von UPFs hängen nicht nur mit der Nährstoffqualität und den verwendeten Zusatzstoffen zusammen, sondern auch mit den industriellen Verarbeitungstechniken. Mechanismen, die zum erhöhten kardiometabolischen Risiko beitragen können, sind laut AHA eine Störung der Glukose-Insulin-Regulation, ein ungünstiger Effekte auf die Darmmikrobiota, Suchtförderung sowie übermäßige Energieaufnahme infolge Texturveränderungen. In dieser Hinsicht bestehe noch erheblicher Forschungsbedarf.

Aber nicht alle UPFs sind „Junk Food“ und von minderwertiger Nährstoffqualität, darauf weist die AHA ausdrücklich hin. Es gebe auch hochverarbeitete Lebensmittel mit günstiger Nährstoffzusammensetzung, die Bestandteil einer ausgewogen Ernährung sein können.

Originalpublikation: Vadiveloo MK et al: Ultraprocessed Foods and Their Association With Cardiometabolic Health: Evidence, Gaps, and Opportunities: A Science Advisory From the American Heart Association. Circulation 2025

Quelle: herzmedizin vom 20. August 2025

Bilderquelle: © mizina – stock.adobe.com

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