Kardiologie » Herzklappen- und strukturelle Erkankungen

»

Aortenaneurysmen: Intervention ja oder nein?

Anatomische Darstellung des menschlichen Kreislaufsystems mit Fokus auf die Aorta, die häufig von Aneurysmen betroffen ist.

Aortenaneurysmen: Intervention ja oder nein?

News

Kardiologie

Herzklappen- und strukturelle Erkankungen

2 MIN

Erschienen in: herzmedizin

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat im Auftrag des Geminsamen Bundesausschusses (G-BA) eine Entscheidungshilfe zur Intervention bei Aortenaneurysmen erstellt. Sie soll Patient:innen bei der oft schwierigen Entscheidung helfen, ob sie sich behandeln lassen wollen oder nicht.

„Vor der Entscheidung für oder gegen einen Eingriff an der Aorta sollten Patientinnen und Patienten die Vor- und Nachteile kennen und sorgfältig abwägen“, erklärt Klaus Koch, Leiter des Ressorts Gesundheitsinformation im IQWiG. Die betroffenen Patient:innen hätten Anspruch auf eine ärztliche Zweitmeinung, den sie nutzen sollten.

Viele der oft zufällig entdeckten Aneurysmen sind klein und verursachen keine Probleme. In diesen Fällen wird meist eine regelmäßige Kontrolle empfohlen. Mit der Größe des Aneurysmas steigt jedoch die Gefahr einer Ruptur und damit eines lebensbedrohlichen Notfalls. Bei einem großen Aneurysma stehen Patient:innen deshalb vor der Entscheidung: Kontrollieren oder vorbeugend operieren lassen? Ein solcher präventiver Eingriff birgt allerdings hohe Risiken, denn lebensgefährliche Komplikationen sind nicht auszuschließen.

Um Patient:innen in dieser schwierigen Situation ein fundiertes Urteil zu erleichtern, steht unter gesundheitsinformationen.de jetzt eine Entscheidungshilfe zum kostenlosen Download zur Verfügung. Es gibt zwei verschiedene Versionen, eine zum Bauchaortenaneurysma und eine zum Brustaortenaneurysma.

Quelle: Pressemitteilung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) 2025
https://www.iqwig.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen-detailseite_140035.html

Bilderquelle: Sebastian Kaulitzki – stock.adobe.com

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Mehrere Blisterpacks mit weißen Filmtabletten als Symbol für die orale Langzeittherapie mit dem Lipidsenker Bempedoinsäure (Nilemdo®)

Nilemdo® als 3-Monatspackung: Mehr Flexibilität im Lipidmanagement

Pharmaservice

Seit dem 1. Juli 2026 ist der LDL-C-Senker Bempedoinsäure (Nilemdo®) in Deutschland erstmals als 3-Monatspackung erhältlich. Die größere Packungseinheit soll die Langzeittherapie im Lipidmanagement vereinfachen und Verordnende wie Patientinnen und Patienten entlasten.

Kardiologie

Dyslipidämien

Beitrag lesen
3D-Illustration eines menschlichen Herzens mit EKG-Kurve und digitaler Überwachungsgrafik als Symbol für Herzinsuffizienz und das Risiko des plötzlichen Herztods

Plötzlicher Herztod bei Herzinsuffizienz: Studiendaten belegen hohes Frührisiko

Pharmaservice

Bei neu diagnostizierter Herzinsuffizienz mit eingeschränkter Pumpfunktion ist das Risiko für den plötzlichen Herztod in den ersten Monaten besonders hoch — und durch moderne Medikamente allein nicht ausreichend abgedeckt. Das zeigen Daten der SCD-PROTECT-Studie.

Kardiologie

Herzmuskelerkrankungen und Herzinsuffizienz

Beitrag lesen
Arzt hält Lupe vor anatomisches Herzmodell – Diagnose und Nachsorge nach Herzinfarkt mit Colchicin COLXI®

IQWiG bescheinigt COLXI® Zusatznutzen nach Herzinfarkt

News

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat für Colchicin 0,5 mg (COLXI®) einen Anhaltspunkt für einen Zusatznutzen in der Sekundärprävention nach Myokardinfarkt festgestellt – insbesondere durch eine signifikante Reduktion nicht-tödlicher Schlaganfälle.

Kardiologie

Prävention und Rehabilitation

Beitrag lesen